Ersatz- und Betriebskrankenkassen haben sich zusammengetan und im Bereich der Biosimilars zwei große Ausschreibungen gestartet. Zwar bündeln die Kassen ihre Marktmacht; die Verträge gelten aber jeweils für bestimmte Gruppen einzeln.
Sieben Wirkstoffe hat der Vertragsdienstleister GWQ ServicePlus (GWQ) ausgeschrieben, weitere acht laufen unter Federführung der Techniker Krankenkasse (TK). Dabei verteilen sich die Fachlose später auf TKK/hkk/HEK, rund 35 Betriebskrankenkassen sowie DAK/KKH. Dadurch soll eine weitere Anbietervielfalt ermöglicht werden: Selbst bei Exklusivvergabe können theoretisch bis zu drei verschiedene Anbieter zum Zug kommen.
Je nach Darreichungsform sind einige Wirkstoffe auch mehrfach ausgeschrieben. Für umsatzstarke Moleküle mit vielen Wettbewerbern gibt dabei also sogar mehrere Zuschläge pro Kassengruppe, bei Adalimumab, Ranibizumab, Aflibercept und Denosumab jeweils sechs, bei Ustekinumab sogar 8.
Die Verträge starten am 1. Januar 2027 und haben eine Laufzeit von zwei Jahren, zwei Verlängerungen um jeweils sechs Monate sind möglich.
Die von der TK ausgeschriebenen Wirkstoffe sind mit * gekennzeichnet, die durch GWQ begleiteten Verträge mit °.
Die mobil Krankenkasse ist nur bei Etanercept und Filgrastim dabei, die Verträge für die Viactiv BKK beginnen bei Omalizumab, Ranibizumab und Tocilizumab abweichend am 1. November 2027 und bei Golimumab am 1. Januar 2028.