GKV-Ausgaben

Erstmals mehr als 40 Milliarden Euro für Arzneimittel APOTHEKE ADHOC, 16.10.2017 15:19 Uhr

Berlin - Die Krankenkassen werden im kommenden Jahr voraussichtlich erstmals über 40 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgeben. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband verständigten sich jetzt darauf, dass die Ausgaben für Arzneimittel 2018 um 3,2 Prozent beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro steigen dürfen. Die Verhandlungen über die Rahmenvorgaben Arzneimittel und Heilmittel für das nächste Jahr gingen damit wiederum vergleichsweise schnell zu Ende. In den Vorjahren wurde der Ausgabenrahmen meist erst etwas später festgelegt.

Verantwortlich für diese Steigerung sind laut gemeinsamer Mitteilung vor allem Ausgaben für neuartige Arzneimittel gegen Krebs. Anders als früher würden viele dieser Therapien nun nicht mehr stationär, sondern zunehmend im ambulanten Sektor angeboten. Auch die neue Leistungspflicht der GKV für Therapien mit Cannabis führten zu höheren Ausgaben.

In diesem Jahr legten Kassen und Ärzte den Ausgabenkorridor mit einem maximalen Zuwachs von 3,3 Prozent fest. Bislang blieben die Arzneimittelausgaben in diesem Rahmen. Im Zeitraum Januar bis August gaben die Kassen 23,1 Milliarden Euro für Arzneimittel aus. Das ist ein Plus von 3,1 Prozent. 2014 waren die Ausgaben noch um 9,4 Prozent und 2015 um 3,9 Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 betrugen die Arzneimittelausgaben 38,5 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 3,1 Prozent.

Bei der vereinbarten Gesamtsumme handelt es sich aber nicht um eine abschließend definierte feste Größe. Der Grund: Weitere Anpassungsfaktoren wie Alter und Anzahl der Versicherten werden regional zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen verhandelt und können zu anderen Beträgen führ

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Naturkosmetik

Nach Sommer: Weleda sucht neuen Chef»

Mammamia und Mama Aua

Neue Bio-Kosmetik für das Mutter-Kind-Regal»

Grünen-Fraktionschef

Hofreiter auf Monsanto-Listen»
Politik

Apotheken-EDV

Kammer-Umfrage: Das denken die Kollegen über Securpharm»

Adexa zum PTA-Gesetz

„Bürokratisch und völlig realitätsfremd“»

Biosimilars und Hämophilie

BMG korrigiert Fehler im GSAV»
Internationales

Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite»

DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette»

12-Milliarden-Vergleich

Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma»
Pharmazie

Lieferengpässe

Jodthyrox fehlt noch bis März»

Aktinische Keratose

Bepanthen unterstützt Laserverfahren»

Novartis

Neue Studienresultate zu Diabetes-Therapie»
Panorama

Bundeszentrale

Pille und Kondom meistgenutzte Verhütungsmittel»

Digitale Beratungsgespräche

Apotheker sollen „agieren statt reagieren“»

Down-Syndrom

Wie funktioniert der Trisomie-Bluttest?»
Apothekenpraxis

WIRKSTOFF.A

Let's talk about Homöopathie»

Länderkammer

Bundesrat: Mehrheit für Rx-Versandverbot»

Retouren

Sanacorp verlangt Kühlprotokolle»
PTA Live

Hypertonie

Fresh-up: ACE-Hemmer»

PTA Reform

ABDA: PTA an der Leine halten  »

PTA Lehranstalt Köln

Manege frei: 50 Jahre „Circus Pharmaceuticus“»
Erkältungs-Tipps

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»

Atemwegserkrankungen

Wenn der Hals dick wird»

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»
Magen-Darm & Co.

Verdauungsenzyme

Lipase & Co: Essentiell für die Verdauung»

Verdauungsorgane

Bauchspeicheldrüse: Ein Organ, zwei Funktionen»

Brechdurchfall

Noroviren: Gefürchtet in Kita und Krankenhaus»
Kinderwunsch & Stillzeit

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»

Der weibliche Zyklus

Von Hormonen, Eisprung und Menstruation»