Apothekenhonorar: GKV-Deckel bei 36,70 Euro

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Berlin - Die Idee aus Koalitionskreisen, das Apothekenhonorar zu deckeln, stößt bei den Krankenkassen auf Zustimmung. In seiner Stellungnahme zum Pharmadialog-Gesetz (Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, AM-VSG) schlägt der GKV-Spitzenverband einen konkreten Betrag vor: Die 3-Prozent-Marge soll bei einem Betrag von 36,70 Euro gedeckelt werden – die Apotheken würden damit weniger verdienen als der Großhandel. Außerdem wird eine Verschärfung für Reimporte gefordert.

Bei zunehmendem Anteil hochpreisiger Arzneimittel zum Beispiel zur Behandlung der Hepatitis C oder in der Onkologie übersteige der prozentuale Zuschlag die Vergütung durch den Festzuschlag bei Weitem, schreibt der Kassenverband. „Dies widerspricht der im Jahr 2004 eingeführten Vergütungssystematik.“ Für den Großhandel gelte eine Kappungsgrenze für den prozentualen Vergütungsanteil, die für Apotheken fehle.

Der GKV-Spitzenverband fordert daher, die preisabhängige Vergütungsform analog zum Großhandel zu deckeln. Konkret schlagen die Kassen vor, dass bei der Abgabe von Fertigarzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, „ein Festzuschlag von 3 Prozent, maximal 36,70 Euro, zuzüglich 8,35 Euro zuzüglich 16 Cent zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes sowie die Umsatzsteuer zu erheben“ ist.

Damit würden die Apotheken in puncto Spanne schlechter gestellt als der Großhandel, der neben dem Festzuschlag von 70 Cent einen Zuschlag von 3,15 Prozent, höchstens 37,80 Euro, erheben darf.

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