Apothekenhonorar

5,33 statt 8,35 Euro – die Zahlen der Gutachter Lothar Klein, 01.12.2017 13:03 Uhr

Berlin - Das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) in Auftrag gegebene Honorargutachten zur Apothekenvergütung hat die Apotheker aufgeschreckt: Sie sollen jahrelang deutlich zu viel Honorar kassiert haben. APOTHEKE ADHOC liegen weitere Zahlen vor. Beim Fixhonorar wurden demnach jährlich 1,89 Milliarden Euro zu viel gezahlt. Folgt man den Berechnungen, müsste es um 36 Prozent auf 5,33 Euro sinken. An anderen Stellen müssten die Apotheker dagegen mehr verdienen.

Seit Freitag liegt die vom Statistischen Bundesamt geprüfte Fassung des 2hm-Gutachtens im BMWi vor. Gestern haben sich die Spitzen von Kanzleramt, Bundesfinanzministerium, BMWi und dem Bundesgesundheitsministerium über die Zahlen gebeugt. Unklar ist weiterhin, ob und wann das Gutachten vorgestellt wird.

APOTHEKE ADHOC liegen Details aus der Fassung von Mitte November vor. In der Leistungstabelle finden sich fünf Positionen zur Apothekerhonorierung: Fixhonorar, variables Honorar, Nacht- und Notdienst, BtM-Vergütung und Rezeptur. Für jede Position haben die Gutachter einen „kostendeckenden“ Wert errechnet und ins Verhältnis zu den aktuellen Zahlen gesetzt. Unter dem Strich kommen die Gutachter zu dem Schluss, dass knapp 1 Milliarde Euro pro Jahr zu viel von den Kassen an die Apotheker geflossen sind.

Beim Fixhonorar von derzeit 8,35 Euro kommen die Gutachter zu folgendem Bild: Kostendeckend wäre ein Gesamtbetrag von 3,44 Milliarden Euro. Derzeit erhalten die Apotheker von den Kassen aber 5,241 Milliarden Euro. Der Kassenabschlag in Höhe von 1,77 Euro pro Packung ist dabei noch nicht berücksichtigt. Daraus ergibt sich eine „Überzahlung“ von 1,89 Milliarden Euro. Rechnet man diesen Wert auf das Packungsfixhonorar um, müsste dieser Betrag von derzeit 8,35 Euro auf 5,33 Euro sinken. Das wäre ein Minus von 36 Proze

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