Generika

Tadalafil: Potenzpille wartet auf Malta Patrick Hollstein, 25.10.2017 13:40 Uhr

Berlin - Seit Monaten haben sich die Generikahersteller auf den Patentablauf von Tadalafil vorbereitet. Auf Malta wartet die fertig verpackte Ware, am 15. November* sollen die ersten Paletten ein- und die Außendienstler ausfliegen. Jetzt hat das Bundespatentgericht den Weg endgültig frei gemacht.

Tadalafil ist nicht der größte Patentablauf des Jahres, aber der spannendste. Denn auch wenn Sildenafil – dank Viagra – in der breiten Öffentlichkeit bekannter ist, halten viele Beobachter in der Branche Tadalafil für einen potenziellen „Megaseller“.

„Das wird einschlagen wie eine Bombe“, sagt ein Insider. Er sieht das Potenzial, dass der jüngere Wirkstoff nach Patentablauf den Klassiker ablösen wird. Denn anders als Sildenafil hat Tadalafil eine längere Halbwertszeit und muss damit nicht innerhalb einer halben Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Unter Anwendern gilt Cialis als Potenzpille für das ganze Wochenende. Nur der Preis hat viele Ärzte abgeschreckt, ihre Patienten umzustellen.

Alle großen Generikahersteller haben bereits entsprechende Zulassungen in der Tasche, darunter Hexal/1A, Ratiopharm/AbZ und Stada/Aliud. Weitere Anbieter, die demnächst entsprechende Produkte auf den Markt bringen könnten, sind Aristo, Hennig, Mylan, Puren, TAD sowie Uropharm, Hormosan und Mi

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