PDE-5-Hemmer

Tadalafil: Potenzpille im Dauereinsatz APOTHEKE ADHOC, 15.11.2017 10:20 Uhr

Berlin - Cialis einmal täglich: Das Patent für Tadalafil ist abgelaufen und der Wirkstoff nun generisch – Lilly hat den Streit auch um die geringen Dosierungen verloren. Die Stärken 2,5 und 5 mg sind für die Konstanztherapie geeignet.

Patienten mit erektiler Dysfunktion (ED) und/oder gutartiger Prostatavergrößerung (BPH) können Tadalafil, bekannt aus Cialis, in der Stärke à 5 mg einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen. Männer, die ausschließlich aufgrund der ED täglich mit Tadalafil behandelt werden, können je nach Verträglichkeit auf 2,5 mg herunterdosiert werden. Die Zulassung für die Konstanztherapie hatte Lilly im Oktober 2012 erhalten. Cialis ist seit 2014 zu 5 mg in der Indikation BPH erstattungsfähig.

Die tägliche Einnahme von 5 mg bietet auch komorbiden Patienten mit ED und BPH eine Therapieoption. Beide Krankheitsbilder sowie die Symptome des unteren Harntrakts (LUTS) können mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die gleichen Risikofaktoren zurückgeführt werden, dazu zählen neben dem zunehmenden Alter unter anderem auch Diabetes oder Rauchen.

Während der Dauertherapie baut sich ein konstanter Wirkstoffspiegel im Blut auf. Tadalafil besitzt eine Halbwertszeit von 17,5 Stunden und erreicht bereits nach zwei Stunden seine maximale Plasmakonzentration. Bereits bei einmaliger Einnahme ergibt sich eine Wirksamkeit von ein bis drei Tagen. Eine Konstanztherapie ermöglicht den Betroffenen eine Sexualität unabhängig von der Tabletteneinnahme – eine sexuelle Stimulation vorausgesetzt. Wirksamkeit und Sicherheit wurden in einer Phase-III-Studie bestätigt. Nicht nur die erektile Funktion wurde gesteigert und spontaner Sex ermöglicht, sondern auch die Symptome komorbider Patienten reduziert und schließlich die Lebensqualität verbesse

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