PDE-5-Hemmer

Potenzmittel im Überblick APOTHEKE ADHOC, 25.10.2017 15:18 Uhr

Berlin - Mit Tadalafil kam 2003 der zweite Phosphodiesterase (PDE)-5-Hemmer auf den deutschen Markt. Nun ist das Patent von Cialis (Lilly) abgelaufen, die Generikahersteller stehen in den Startlöchern. Was macht die „Wochenendpille“ aus und wie unterscheidet sich Tadalafil zu Sildenafil und Vardenafil?

Längere Wirkdauer bei weniger Nebenwirkungen: Tadalafil besitzt eine mittlere Halbwertszeit von 17,5 Stunden und erreicht bereits nach zwei Stunden die maximale Plasmakonzentration. Somit ergibt sich eine Wirksamkeit von ein bis drei Tagen. Wie Sildenafil dient der Arzneistoff der Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern, eine Wirkung wird jedoch nur bei sexueller Stimulation erreicht.

Sildenafil erreicht bereits nach einer Stunde den maximalen Plasmaspiegel und besitzt eine Halbwertszeit von nur vier Stunden. Unabhängig von den Mahlzeiten und eine halbe Stunde vor der geplanten sexuellen Aktivität wird eine empfohlene Dosis von 50 Milligramm eingenommen – eine Planung, die nicht in jeder Situation einfach ist.

In der Stärke zu 5 mg ist Tadalafil außerdem zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms zugelassen, Cialis ist seit 2014 ebenfalls à 5 mg in dieser Indikation erstattungsfähig. Analog zu Revatio, das 20 mg Sildenafil enhält, gibt es mit Adcirca ein Produkt mit 20 mg Tadalafil, das zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) der WHO-Funktionsklasse II und III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei Erwachsenen angewendet wi

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