Pillenschmuggel: Familienbetrieb aufgeflogen

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Berlin - Ende eines lukrativen Familienunternehmens: Über 440.000 Tabletten eines illegalen Potenzmittels und etwa 170.000 Euro Bargeld haben Ermittler bei Hausdurchsuchungen in Niedersachsen sichergestellt. Über vier Millionen Euro Profit soll der Online-Handel mit den Substanzen gebracht haben.

Wie die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim jetzt mitteilte, gelang den Ermittlern bereits am Mittwoch vergangener Woche ein Schlag gegen den illegalen Medikamentenhandel. Gemeinsam mit dem Grenzpolizeiteam Bunde und niederländischen Beamten wurden zwei Wohnhäuser in Sustrum-Moor und Heede durchsucht. Ein 54-jähriger Niederländer, seine Ehefrau und zwei seiner Söhne stehen im Verdacht, die rezeptpflichtigen Potenzmittel über das Internet vertrieben zu haben. Auf dem Polizeibild erkennbar waren das Viagra-Generikum Kamagra (Sildenafil) und das Cialis-Generikum Vidalista (Tadalafil).

Die Ermittler waren der Familie durch abgefangene Postsendungen mit Potenzmitteln auf die Spur gekommen. Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Hauptverdächtige bereits seit Längerem im Fokus der Politie Noord-Nederland stand. Die illegalen Arzneimittel stammen laut Polizei vermutlich aus Indien.

Nach niederländischen Medieninformationen soll der einträgliche Handel bereits seit etwa zwei Jahren angedauert haben. Zum Wert der jetzt beschlagnahmten 440.000 Pillen machten die deutschen Ermittler keine Angaben. Auch um was es sich bei den ebenfalls sichergestellten weiteren Beweismitteln genau handelt, verrieten sie nicht.

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