Lieferengpässe

Sechs Fabriken für Ibuprofen Patrick Hollstein, 26.06.2018 10:20 Uhr

In China sind die Hersteller derzeit mit neuen Umweltauflagen konfrontiert. Hubei Granules-Biocause, ein Joint Venture des chinesischen Herstellers Biocause und des indischen Konkurrenten Granules, betreibt seit 2007 im zentralchinesischen Jingmen eine Fabrik mit einer Kapazität von rund 4800 Tonnen Ibuprofen pro Jahr. Für das laufende Jahr sind alle Kapazitäten vergeben, erst 2019 werden wieder Bestellungen angenommen.

Shadong Xinhua betreibt in Zibo im Nordosten des Landes eine Fabrik, in der 190 Mitarbeiter ausschließlich Ibuprofen herstellen. Die gesamte Produktion vor 3000 Tonnen pro Jahr wird allerdings in die USA verkauft – der chinesische Hersteller hatte sich für das Werk 2003 mit dem US-Konzern Perrigo zusammengetan, der seinerseits als Lohnhersteller zahlreiche Pharmafirmen mit fertigen Produkten beliefert.

Die beiden größten Werke für Ibuprofen finden sich in Indien: Die im Jahr 2000 errichtete Fabrik von IOLPC findet sich in Barnala an der Grenze zu Pakistan. Das Werk liefert seit 2007 für den Weltmarkt und kommt nach einer Erweiterung der Kapazitäten aktuell auf 6200 Tonnen pro Jahr.

Das Werk von Solara in Puducherry, südöstlich von Bangalore, wurde bereits 1986 eröffnet und kommt ebenfalls auf rund 6000 Tonnen. Der ursprüngliche Lohnhersteller Shasun ging 2015 im Generikahersteller Strides auf. Im vergangenen Jahr wurde das Geschäft mit pharmazeutischen Ausgangsstoffen unter neuem Namen ausgegründet.

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