Husten: Lieber Honig statt Antitussiva

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Berlin - Wenn akuter Husten im Rahmen von grippalen Infekten auftritt, greifen viele Betroffene zu Mono- und Kombipräparaten und auch zu Nahrungsergänzungsmitteln. Wie sieht die Evidenz zu den gängigen Präparaten aus? Dazu haben US-Wissenschaftler für ihren systematischen Review die Studienlage durchforstet. Ihre Empfehlung: Lieber Tee trinken und abwarten.

Wissenschaftler des American College of Chest Physicians (Chest) sind der Frage nachgegangen, ob pharmakologische und nicht-pharmakologische Therapien die Dauer und Schwere der Beschwerden verringern. Dazu analysierten sie sechs systematische Reviews mit randomisierten, kontrollierten Studien (RCTs) und vier Interventionsstudien. In die Untersuchung wurden sowohl Studien mit Erwachsenen als auch mit pädiatrischen Patienten eingeschlossen, die unter einer Erkältung litten. Insgesamt wurden die Daten von 6496 Patienten zur Analyse herangezogen. Basierend auf der systematischen Überprüfung wurden Leitlinienvorschläge entwickelt.

Wegen der großen Anzahl von pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Behandlungen entwickelten die Wissenschaftler sechs Fragen für jede therapeutische Kategorie: Sie analysierten die Evidenz von Acetylcystein/Carbocystein, abschwellenden Mitteln, Antihistaminika, Paracetamol als Mono- oder Kombinationspräparat, Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), OTC-Antitussiva sowie Zink und Honig.

Der Analyse zufolge geht der Husten mit Acetylcystein oder Carbocystein nach sechs bis sieben Tagen zurück. Daher könne für die Verwendung dieser Hustenlöser keine Empfehlung ausgesprochen werden. Die Wissenschaftler bemängeln zudem, dass die berücksichtigten Studien mit einem kleinen Patientenkollektiv durchgeführt wurden und anfällig für Bias seien. Evidenz fehlte außerdem für die Behandlung des erkältungsbedingten Hustens mit NSAR. Auch hier sprechen sich die Forscher gegen eine Anwendung aus.

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