CBD: „Die Rechtslage ist sicher“

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Düsseldorf - Novel Food oder Betäubungsmittel? Beim Thema Cannabis und CBD herrschen jedoch Unsicherheiten und Irrungen über die Rechtslage. Dabei ist die Rechtslage klar, sagt Rechtsanwalt Hermes Piper.

Hanf ist eine der ältesten Zier- und Nutzpflanzen. Enthalten sind mehr als 100 Cannabinoide, die bekanntesten sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Letzteres besitzt keine psychoaktive Wirkung, denn CBD bindet nur mit geringer Rezeptoraktivität an die endogenen Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2. CBD wird aus den Blüten der weiblichen Cannabispflanze gewonnen. CBD-haltige Produkte, die nicht als Arzneimittel eingestuft sind, dürfen nicht aus Medizinalhanf, sondern aus Nutzhanf gewonnen werden.

Die Einsatzbereiche von CBD sind vielfältig. Die Substanz entfaltet ihre Wirkung über das Endocannabinoidsystem, das beispielsweise an der Schmerzverarbeitung beteiligt ist. Auf dem Markt sind zahlreiche als Lebensmittel oder Kosmetikum eingestufte Präparate. Aber ist dies zulässig?

Die Antwort ist ja, so Piper und liefert die Begründung. Nahrungsergänzungsmittel, deren Ursprung im Nutzhanf liegt, sind keine Arzneimittel. Außerdem muss der THC-Gehalt geringer als 0,2 Prozent sein, was für Nutzhanf zutrifft. Auch die Novel-Food-Verordnung aus dem Jahr 1997 greift laut Piper nicht. Denn: CBD-Produkte unterstehen nur dann der Novel-Food-Verordnung, wenn sie durch nicht herkömmliche Extraktionsmethoden gewonnen werden. Außerdem stand Hanf schon vor Inkrafttreten der Novel-Food-Verordnung auf dem Speiseplan. Aus dem Jahr 1475 ist eine Rezeptur zur Herstellung eines Cannabisextraktes bekannt. Schon damals wurde die Pflanze zerkleinert, in Öl gegeben und dieses erhitzt.

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