Wiedereröffnung

Rosen für den Center-Apotheker Torsten Bless, 18.11.2017 08:40 Uhr

Berlin - Einem schon sehr in die Jahre gekommenen Einkaufszentrum in Weinheim wurde eine Rundumerneuerung verpasst. Auch die fast 35 Jahre alte Apotheke freut sich über ihren zweiten Frühling.

Die Multzentrum-Apotheke ist genau so alt wie die namensgebende Shoppingmeile, benannt nach dem Weinheimer Stadtteil, der Mult. Beide öffneten vor fast 35 Jahren, am 2. Dezember 1982, ihre Pforten. Nur durch Zufall sei er an seinen Betrieb gekommen, erzählt Dr. Heribert Weber-Kühn. „Der Besitzer der Apotheke, in der ein mein Praktikum gemacht habe, hatte sich für die Räume beworben, konnte selbst die Option dann aber doch nicht wahrnehmen.“ Er habe noch gar nicht an Selbstständigkeit gedacht, doch die Chance mit beiden Händen ergriffen. „Ich hatte gerade meine Promotion beendet, für mich kam das genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Gemeinsam mit einer erfahreneren Kollegin stürzte sich der damals 30-Jährige kopfüber in das Wagnis der ersten eigenen Apotheke. „Sie ist bis heute auch meine einzige und wird meine letzte bleiben“, betont er. Den Schritt habe er bislang nicht bereut. Der Beruf habe allerdings im Laufe der vielen Jahre sehr sein Gesicht verändert. „Unsere Kompetenz wird heute noch mehr gefordert als vor 20 Jahren. Das Vertrauen in unsere Arbeit im Alltag zu bestätigen, sehe ich als meine tägliche Herausforderung.“

In Zeiten der zunehmenden Konkurrenz aus dem Internet habe seine Apotheke eine klare Position bezogen. „Wir sind nie auf der Discountwelle mitgeschwommen“, betont Weber-Kühn. „Wenn unsere Kollegen den Preis etwa für Voltaren völlig ruinieren, sind wir daran nicht beteiligt.“ Die Dienstleistung in der Vor-Ort-Apotheke sollte den Kunden etwas wert sein, findet er. „Wir versuchen ihnen zu vermitteln, dass es sich lohnt, eine Stammapotheke zu haben, die danach schaut, ob alle Medikamente zueinander passen. Das gibt Sicherheit und verbessert die Compliance.

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