Aufgrund von Mangel

PKA 2.0: Apotheke konzipiert eigene Fortbildungen

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Berlin -

PKA sind ein wichtiger Teil im Apothekenteam. Doch wenn es um das Thema Fortbildungen geht, dann wird es schnell still um die Berufsgruppe. Dass die Berufswahl nicht in einer Sackgasse enden muss, will die MediosApotheke in Berlin beweisen. MediosPKA 2.0 ist ein spezielles Fortbildungsformat nur für PKA.

Den MediosApotheken in Berlin ist es wichtig, dass alle im Team Fort- und Weiterbildungen wahrnehmen können. Inhaberin Anike Oleski ist die Situation um das Angebot für PKA bewusst. Das Fehlen von Möglichkeiten wollte sie nicht länger akzeptieren, somit suchte sie gemeinsam mit ihren Kolleg:innen nach Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Am Ende musste selbst Hand angelegt werden: Das Konzept MediosPKA 2.0 entstand.

Individuelle Förderung

Die individuelle Förderung steht in der MediosApotheke für alle Berufsgruppen an erster Stelle. Währenddessen Apotheker:innen und PTA jedoch meist selbst nach passenden Veranstaltungen suchen können und schnell fündig werden wird es für die PKA im Unternehmen schwer. Noch schwieriger, wenn man auf der Suche nach Hersteller-unabhängigen Veranstaltungen ist. „Die PKAs in unserem Unternehmen haben vielfältige, spannende und teils recht komplexe Aufgabengebiete. Wir berücksichtigen und fördern dabei ihre individuellen Stärken und waren in den letzten Jahren immer wieder auf der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten für sie“, berichtet Anne hecker, HR-Managerin der MediosApotheken. „Doch so ganz zufrieden waren wir mit den Angeboten nie – nun haben wir das Thema selbst in die Hand genommen.“

Selbst in die Hand genommen bedeutet dabei, dass ein individuelles Konzept auf die Beine gestellt wurde. „Im kleinen Team haben wir das Konzept „MediosPKA2.0“ für unsere PKAs im Apothekenbetrieb entworfen.“ Dabei hat die Apotheke sich externe Hilfe geholt. Gemeinsam mit dem Unternehmen Orange Concept, welches sich auf Fortbildungskurse und Trainings spezialisiert hat, wurden Themenblöcke wie „Zeitmanagement“, „Meine Rolle im Apothekenteam“ und „Kommunikation auf Augenhöhe“ erarbeitet. „In drei Sitzungen wurden unsere 16 PKA aus dem Apothekenbetrieb geschult und gecoacht. Es wurde viel diskutiert und geplant. Aus dem Ganzen geht nun ein zusätzliches Projekt hervor, in dem die PKA die zwei selbstgewählten Dauerbrennerthemen „Telefon“ und „Interne Kommunikation“ weiter behandeln.“

Das Feedback sei durchweg positiv: „Alle sind hoch motiviert und haben super mitgearbeitet“, so Hecker. Man würde merken, dass die PKA sich nach solchen Veranstaltungen gesehnt haben. Von Seiten der Teilnehmer:innen kam so positives Feedback, dass weitere Veranstaltungen geplant sind. „Auch eigeninitiierte Vorschläge und Ideen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe haben die bisherigen Teilnehmer:innen eingebracht.“

Kenntnisse vertiefen

Zudem würden parallel noch Microsoftkurse zum Auffrischen angeboten werden. „Gestartet wird mit Outlook und dann ganz optional, je nach Bedarf, Word, Excel Basis und Excel Fortgeschrittene, sowie das Arbeiten mit Teams. Besonders wichtig ist uns dabei, dass wir direkt nach jedem Kurs besprechen und aufnehmen, was den Teilnehmer:innen konkret bezüglich ihres Arbeitsumfeldes einfällt, was verbessert werden kann und welche einheitlichen Prozesse für unsere vier Standorte gut passen könnten.“

Für die MediosApotheke steht fest: Das kollaborative Arbeiten untereinander soll weiter gestärkt werden auch über 2022 hinaus weitergeführt werden.

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