Coronavirus: Ärzte fühlen sich nicht vorbereitet

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Berlin - Die Arztpraxen in Deutschland wünschen sich angesichts der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen mehr Unterstützung. Bei einer Blitzumfrage des Ärztenachrichtendienstes (Änd) beklagten drei Viertel der knapp 1100 befragten Haus- und Fachärzte, dass sie nicht genug Info- und Aufklärungsmaterial für Patienten hätten. Außerdem seien Tests, Schutzanzüge und Atemschutzmasken nicht mehr – oder nur zu horrenden Preisen – bestellbar.

Demnach halten es 54 Prozent der befragten Ärzte für „sehr wahrscheinlich“, dass sich in naher Zukunft auch unter den eigenen Patienten mit dem Corona-Virus Infizierte befinden. 39 Prozent sehen zwar die prinzipielle Möglichkeit – halten das Risiko, dass es einen der eigenen Patienten trifft, jedoch für gering.

Gesprächsthema ist das Coronavirus SARS-CoV-2 bereits in zahlreichen Praxen: 41 Prozent der niedergelassenen Ärzte werden derzeit „ab und zu“ von Patienten auf das Thema angesprochen worden. 16 Prozent führen solche Gespräche derzeit sehr häufig.

Auf die Frage, ob sie sich von Ärztekammern, Institutionen und Behörden gut informiert fühlten, antworteten nur 17 Prozent mit „Ja“. Satte 76 Prozent wählten die Antwort: „Nein. Die niedergelassenen Ärzte erhalten nicht genug Informationen.“ Aus den möglichen Freitextantworten lässt sich erkennen, dass die Ärzte insbesondere Informationen über konkrete Handlungsabläufe im Falle einer Infektion vermissen. Auch Angaben über die lokale Infrastruktur und Ansprechpartnern vor Ort für den Ernstfall fehlten.

Ebbe auch in vielen Broschürenständern der Wartezimmer: Nur 7 Prozent der Ärzte gaben an, dass sie in der eigenen Praxis mit Aufklärungsmaterial für Patienten über das Corona-Virus gut ausgestattet seien. 68 Prozent sehen noch Lücken – versuchen derzeit aber, Infomaterial in Form von Broschüren und Postern anzufordern. 26 Prozent sind der Meinung, dass sie solches Informationsmaterial nicht in der eigenen Praxis benötigen (17 Prozent Hausärzte, 33 Prozent Fachärzte).

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