Krisenbewältigung

Angst und Trauma bleiben Silvia Meixner, 16.10.2018 14:33 Uhr

Berlin - Der Geiselnehmer von Köln nahm eine Apotheken-Mitarbeiterin in seine Gewalt, quälte sie stundenlang. Laut neuesten Ermittlungsergebnissen hatte er die Geisel schon angezündet – da schritt das SEK ein. Der Syrer hatte Gaskartuschen und Brandbeschleuniger bei sich, befestigte sie am Körper der Frau. Offiziell wurde bekanntgegeben, dass die Geisel nur leicht verletzt sei. Aber unabhängig davon gilt in solchen Fällen: Was passiert mit Menschen, die nach einem solchen Schock realisieren, was ihnen widerfahren ist? Wie geht es dem Opfer am Tag danach? Wie ein Jahr später?

Das Mitgefühl der Kollegen begleitet die Angestellte der Apotheke im Bahnhof in diesen schweren Stunden. So schreibt zum Beispiel ein APOTHEKE ADHOC-Leser: „Ich wünsche der Kollegin viel Kraft, dieses schreckliche Trauma zu überwinden. Blendgranaten, Schüsse und Todesangst steckt man nicht so leicht weg, wenn überhaupt. In der Presse wurde darauf nicht eingegangen. Sie wurde als ‚leicht verletzt‘ abgetan. Dabei sind die psychischen Wunden vermutlich sehr tiefgreifend.“

Immer wieder liest man, dass man in Fällen wie diesen versuchen soll, möglichst ruhig auf den Täter einzureden, ihn im Idealfall zur Aufgabe zu bewegen. In diesem Fall war wohl jegliche Kommunikation unmöglich, denn der 55-jährige Syrer spricht nur Arabisch.

Unsicherheit, Herzrasen, Angst, Schlafstörungen – das sind nur einige der vielen Symptome, die Apothekenmitarbeiter erleben, wenn sie Opfer eines Überfalls wurden. Oft ist es schwierig, wieder in ein „normales“ Leben zurückzufinden. Apothekenüberfälle gehören zum traurigen Alltag, Apotheken sind ein beliebtes Ziel für Verbrecher. Oft gehen die Täter, die teilweise unter dem Einfluss von Drogen stehen, mit großer Brutalität vor. Sie haben wenig zu verlieren, vermuten viel Geld in der Kasse und versprechen sich von ihrem Überfall schnellen Erfolg. Oder sie haben es auf Medikamente abgesehen, für die sie kein Rezept haben. Was sie damit ihren Opfern antun, ist ihnen meist egal.

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