OTC-Hersteller

Sidroga/Emser vor dem Verkauf APOTHEKE ADHOC, 09.08.2017 10:13 Uhr

Berlin - Die aus der Apotheke bekannten Marken Sidroga und Emser stehen nach Informationen von APOTHEKE ADHOC vor dem Verkauf. Die Strüngmann-Familie will sich von der Strathos-Gruppe mit den Sparten Sidroga und Siemens & Co. trennen.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Bad Ems kommt nicht zur Ruhe. Im vergangenen Jahr tauschten die Eigentümer das Management nahezu komplett aus. Als neuer CEO sollte Stefan Prebil für frischen Wind sorgen und den Verbund „aus dem Dornröschenschlaf wachküssen“. Verdoppeln wollte er den Umsatz in seinen ersten drei Jahren. Doch der Schweizer ist schon wieder weg.

Marc Denker hat an seiner Stelle die Leitung übernommen. Der ehemalige Vorstand des Pflasterherstellers LTS Lohmann war erst im vergangenen Herbst als Marketing- und Vertriebschef zu Strathos gekommen. Schon wenige Monate nach seinem Antritt musste er sich einem Sturm der Entrüstung stellen, den Sidroga mit der Einführung der dm-exklusiven Marke Sidrosan unter den Apothekern ausgelöst hatte. Mit den Antimykotika von Emcur muss er den nächsten Balanceakt hinlegen.

Nun rückt also ein Verkauf der gesamten Gruppe näher. Angeblich gibt es einen Interessenten aus Frankreich, eine Entscheidung gibt es aber noch nicht. An der Struktur der Gesellschafter habe sich nichts geändert, so Denker. Sidroga war 2007 in angeschlagenem Zustand von der Siegfried-Gruppe übernommen worden. Emser hatte die Strüngmann-Familie bereits 1998 gekauft; ursprünglich war die Firma 1958 von den Erben des Industriellen Friedrich Siemens gegründet worden.
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