Das Geschäft in den Apotheken ist nach Zahlen von Insight Health nach wie vor stark rückläufig. Zwar fällt das Minus im zweiten Quartal etwas niedriger aus als in den ersten drei Monaten, doch das liegt auch daran, dass der Einbruch bereits im Vergleichszeitraum des Vorjahres begonnen hatte.
Nach wie vor stark rückläufig ist der Bereich der Selbstmedikation. Der Absatz liegt im ersten Halbjahr 7 Prozent unter Vorjahr, auch beim Umsatz gibt es einen deutlichen Rückgang um 3,8 Prozent. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil laut Insight Health die Preise im Durchschnitt um 4,2 Prozent gestiegen sind.
Damit hält die Flaute in den Apotheken weiter an. Im ersten Quartal war die Zahl der Packungen sogar um 9,8 Prozent rückläufig, der Umsatz um 6,7 Prozent.
Im Gesamtjahr 2025 gab es nach Menge ein leichtes Minus von 1,2 Prozent, während das Segment nach Wert noch um 1,6 Prozent zulegte. Nachdem das Jahr noch stark gestartet war (Absatz: plus 4,3 Prozent, Umsatz: plus 6,8 Prozent), war das Geschäft ab dem zweiten Quartal rückläufig.
Doch auch im Rx-Bereich hält der Negativtrend an: Die Zahl der abgegebenen Packungen lag im ersten Halbjahr 0,9 Prozent unter Vorjahr, immerhin weniger als im ersten Quartal (minus 2,1 Prozent). Beim Umsatz liegt der Markt mit 3,7 Prozent im Plus – ein neuer Negativrekord nach 5,4 Prozent im ersten Halbjahr 2025 und 6,8 Prozent im Gesamtjahr.
Die Kundenfrequenz gemessen an der Anzahl der Bons liegt 3,7 Prozent unter Vorjahr – im ersten Halbjahr 2025 war hier mit 5,2 Prozent der bislang größte Rückgang zu verzeichnen, im Gesamtjahr lag das Minus bei 2 Prozent. Immerhin hat sich die Situation ein wenig stabilisiert: Im ersten Quartal hatte es noch ein Minus von 5,6 Prozent gegeben.