Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) schießt zum heutigen Welttag der Patientensicherheit gegen die Apotheken. „Wer gesundheitliche Probleme hat, möchte diese vom Profi behandeln und lösen lassen“, heißt es bei der KBV. Allerdings: Apotheken zählt die KBV nicht dazu. Sie warnt vor Diagnostik und Impfungen in Apotheken, die in einem Atemzug mit Drogerien genannt werden.
Die KBV-Vorstände Dr. Andreas Gassen, Dr. Stephan Hofmeister und Dr. Sibylle Steiner beschreiben, wie sie sich Versorgung vorstellen: „Medizinisch kompetent und persönlich in der Ansprache, Profis eben.“ Das seien Alleinstellungsmerkmale der niedergelassenen haus- und fachärztlichen sowie psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen in den rund 100.000 Praxen.
„Daher hat Diagnostik auch nichts in Apotheken und Drogerien zu suchen“, so die KBV-Vorstände. „Dortige schnelle To-go-Angebote sind eben nicht vom Profi und führen eher zur Verunsicherung – mit der Folge eines zusätzlichen Beratungs- und Abklärungsbedarfs in den Praxen, was zu einem nicht unerheblichen Mehraufwand führt.“
Das gilt aus Sicht der KBV insbesondere für das Impfen: Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte seien auch dafür erste Anlaufstelle – sie beraten, klären auf und impfen jährlich millionenfach. „Es geht eben nicht nur um den Pieks in den Oberarm. Impfen gehört in die Praxis, schon allein unter dem Aspekt der Patientensicherheit.“
Das will die KBV ab Oktober auch mit einer Informationskampagne deutlich machen: „Unter dem Motto ‚Impfen beim Profi‘ rufen wir ab Anfang Oktober dazu auf, sich in einer Arztpraxis gegen Influenza sowie andere Infektionskrankheiten impfen und den Impfstatus checken zu lassen.“
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