DAT-Anträge

Neue pDL? Erst Grundsatzfragen klären

, Uhr
Berlin -

In mehreren Anträgen haben sich die Delegierten auf dem diesjährigen Deutschen Apothekertag (DAT) mit pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) beschäftigt. Doch statt sich mit den einzelnen konkreten Vorschlägen zu befassen, entspann sich eine Grundsatzdiskussion. Wie definiert man pDL überhaupt und wie exklusiv sind sie? Wiederholt wurden die Anträge für neue pDL in den Ausschuss verwiesen.

„Sie haben jetzt wiederholt pDL-Anträge in den Ausschuss verwiesen“, fasste Claudia Korf, stellvertretende Abda-Hauptgeschäftsführerin, zusammen. Eingebracht wurde zum Beispiel ein Antrag zur Einführung der pDL „Wechseljahre“.

Doch für die Delegierten auf dem DAT stehen bei dem Thema ganz grundsätzliche Fragen offen. Man müsse zum einen erst einmal diskutieren, was eine pDL überhaupt sei, zum anderen, wie exklusiv sie sei. „Wir haben auch noch Rechtsstreitigkeiten mit den Versendern, die auch gerne einige pDL anbieten würden“, so Korf.

Die Apothekerschaft müsse sich einmal grundsätzlich damit beschäftigen. Das heiße nicht, dass man die konkreten Vorschläge ablehne, aber man solle vorher einmal über pDL im Allgemeinen nachdenken.

Der Rechtsrahmen für die Pflege fehlt

Auch Vorschläge für pDL im Bereich der Pflege lagen vor. Korf sieht hier noch ein zusätzliches Problem: Zwar sei die Pflege natürlich ein großes Zukunftsthema und es brauche Lösungen, bei denen auch die Apotheke eine Rolle spiele, aber es gebe noch gar keinen Rechtsrahmen für die Abrechnung mit den Pflegekassen.

„Der DAV hat ein Verhandlungsmandat mit dem GKV-Spitzenverband. In den Anträgen hier reden wir aber über Leistungen, die mit den Pflegekassen abgerechnet werden müssten.“ Das sei mit dem jetzigen rechtlichen Rahmen gar nicht möglich, so Korf.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte