OTC-Kampagne

Vomex statt Seepferdchenpulver Nadine Tröbitscher, 11.07.2017 14:21 Uhr

Berlin - Was sich ein Pirat nicht leisten kann, ist seekrank zu sein. „Berufsunfähigkeit“ wäre die Folge. In einem Youtube-Spot zeigt der Vomex-Hersteller Klinge, wie ein liebenswerter Seeräuber in der Apotheke Hilfe findet.

Ein Pirat ist samt Papagei in der Apotheke und verlangt nach Seepferdchenpulver. Er steche morgen in See, Reiseübelkeit könne er sich nicht leisten. Da seine Suche am HV-Tisch scheitert, wird ihm eine Alternative empfohlen – der chemische Wirkstoff Dimenhydrinat. Das passende Klinge-Produkt Vomex wird im Spot nicht gezeigt. Nur dem Krächzen des Papageis kann man entnommen werden, was die Botschaft ist.

Die Idee kam von der Agentur Peix. Britt Koch, Head of Marketing & Sales bei Klinge, fand den Vorschlag für eine virale Kampagne so gut, dass sie bereit war, den ungewöhnlichen Weg zu gehen. Unter dem Motto „Vomex Ahoi!“ fand Ende Mai ein Blogger-Treffen in Berlin statt, danach ging es zu einer Preview-Aufführung von „Fluch der Karibik 5“. Klinge versucht bereits seit Anfang 2016, mit Vomex in den sozialen Netzwerken eine neue Zielgruppe erreichen.

Die ehemalige OTC-Sparte von Astellas mit Marken wie Venostasin, Alfason und Arctuvan gehört seit Anfang 2014 der Strüngmann-Familie. Aus der Strathos-Gruppe (Sidroga, Emser) wurde die Sparte vor einigen Monaten herausgelöst, Klinge sitzt seitdem in Holzkirchen. Auch das Ginkgo-Präparat Binko wurde von der ehemaligen Schwesterfirma Neuraxpharm übertragen.

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