160 Jahre Emser

Eindampfen als Erfolgsrezept Gabriele Hoberg, 12.06.2018 10:27 Uhr

Berlin - Aus Inhalationshäusern in die Apotheken: Man nehme Wasser und Salz, dampfe es bis auf Tablettengröße ein und fertig sind die Emser Pastillen. Seit 160 Jahren wird das Medizinprodukt der Firma Siemens & Co. gegen Rachen- und Atemwegsinfekte eingesetzt.

Was zahlreichen Erkältungsgeplagten seit 160 Jahren hilft, verdanken sie dem Apotheker August Weber, dem Kurarzt Ludwig Spengler und dem Hausverwalter Georg Hasslacher. Das Trio entwickelte ein Verfahren, mit dem es die Salzkrusten in den damals üblichen Inhalationshäusern für die Patienten mit Atemwegserkrankungen in Tabletten pressen konnte. So kamen 1858 die ersten Emser Pastillen auf den Markt.

Zur Zeit der Gründung der Firma Siemens & Co. waren die Pastillen schon 100 Jahre populär. Die Erben des Industriellen Friedrich Siemens pachteten im Jahr 1958 die Solequellen von Bad Ems und die Einrichtungen der Pastillenproduktion. In den 1990er Jahren entstanden eine neue Verdampfungsanlage und ein neues Verwaltungsgebäude.

1998 kaufte die Familie der Hexal-Gründer Dr. Thomas und Dr. Andreas Strüngmann das Unternehmen Siemens & Co., das später zusammen mit Sidroga unter dem Dach von Strathos gebündelt wurde. Die Unternehmensgruppe beschäftigt heute etwa 220 Mitarbeiter, darunter ein 70-köpfiges Außendienstteam (Arzt und Apotheke) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

APOTHEKE ADHOC Debatte