Investor übernimmt Mehrheit an Omnicare

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Berlin -

Der Zyto-Spezialgroßhändler Omnicare wird von einem Investor übernommen. Für den Aufbau einer onkologischen Plattform beteiligt sich Equistone Partners Europe mehrheitlich an dem Unternehmen. Das Management-Team um Geschäftsführer Oliver Tamimi bleibt laut Mitteilung an Bord. Auch sollen die bisherigen Gesellschafter „signifikant beteiligt“ bleiben.

Die bisherigen Gesellschafter, dass sind rund 50 Zystostatika herstellende Apotheken. Denn bislang war Omnicare eine Kooperation, ein apothekereigenes Unternehmen gewissermaßen. Jetzt kommt erstmals ein externer Investor an Bord. Dass sich dieser nicht mit einer Minderheitsbeteiligung abspeisen ließ, liegt ebenfalls auf der Hand. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Sich überhaupt frisches Kapital zu besorgen, diese Entscheidung fiel innerhalb der Omnicare dem Vernehmen nach vor ungefähr einem Jahr. Denn den in diesem Markt bestehenden Investitionsbedarf können die Apotheker kaum alleine stemmen. Bei großen Mitbewerbern wie Zytoservice sind ebenfalls Investoren an Bord.

Mit der Beteiligung von Equistone will Omnicare die nach eigenen Angaben führende Stellung im Markt ausbauen. „Die hochqualitative flächendeckende Versorgung onkologischer Patienten – das ist das zentrale Anliegen von Omnicare. Um dieses Ziel zu erreichen und das Wachstum des Unternehmens konsequent auszubauen, nimmt Omnicare einen weiteren Partner als Gesellschafter auf. Der Private Equity Spezialist Equistone investiert in die Omnicare und erwirbt Anteile vom aktuellen Gesellschafter-Konsortium“, so die offizielle Verlautbarung des Unternehmens.

Festgehalten wird im Bereich der ambulanten Versorgung durch onkologische Praxen und dezentrale Herstellung in Apotheken. „Zur Stärkung dieser Struktur gehen wir nun den nächsten, logischen Schritt. Aus unserer Sicht benötigt es eine onkologische Plattform aller an der onkologischen Therapie Beteiligten“, so Omnicare.

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