Cochrane-Review

Hersteller zerpflücken Homöopathie-Studie Gabriele Hoberg, 14.05.2018 13:23 Uhr

Auch bei Heel teilt man nicht die Ansicht, dass alle Medikamente gegen Erkältung, egal ob homöopathisch oder anders hergestellt, weitestgehend nutzlos sind. In der Analyse seien zwar keine Medikamente von Heel untersucht worden, dennoch werde man sich diese Arbeit noch sorgfältig durchsehen, so Geschäftsführer Marc Deschler. „Bis dahin können wir jedoch keine seriöse Aussage darüber treffen, wie die von den Autoren analysierten acht Versuche einzuschätzen sind.”

Derweil startete im Rahmen der „Skeptikon-Messe” der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) eine Homöopathie-Challenge. Unter dem Titel „What‘s in – find out!“ hat das Informationsnetzwerk Homöopathie (INH) einen Preis in Höhe von 50.000 Euro ausgelobt. Das Geld geht an denjenigen, der bei einem Globuli-Fläschchen ohne Beschriftung den Wirkstoff beziehungsweise die Urtinktur bestimmen kann.

Konkret muss der Gewinner drei Homöopathika in Hochpotenz (ab D24/C12) aus einer Gesamtzahl von zwölf unbeschrifteten Fläschchen wählen und danach den Wirkstoff bestimmen. Bei der Bestimmungsmethode herrscht freie Wahl. Die Kandidaten dürfen modernste Analysegeräte genauso wählen wie Pendel oder Kinesiologie, heißt es in den Teilnahmebedingungen. Sollte der Nachweis nicht gelingen, ist laut GWUP/INH der Nachweis erbracht, dass sich die angeblich aufgeprägte Information der Urtinktur in den Globuli nicht nachweisen lässt und somit die Milchzuckerkügelchen physiologisch wirkungslos sind. Die Challenge endet erst am 30. April 2020.

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