Portrait

Urs Lehmann: Homöopathie statt Ski Marion Schneider, 21.07.2018 09:38 Uhr

Berlin - Vom Ski-Weltmeister zum Chef eines Homöopathika-Herstellers – die Karriere von Urs Lehmann ist in der Branche wohl einzigartig. APOTHEKE ADHOC erzählt er, wie ihm der Übergang vom Sport in die Pharmabranche gelungen ist.

Geboren im Schweizer Kanton Aargau, stand Lehmann seit Kindesbeinen auf Ski. Im Alter von acht Jahren meldete ihn sein Vater zu seinem ersten Schülerrennen an, bei dem er den zweiten Platz holte. Die Skiclubs wurden aufmerksam und wollten das junge Talent fördern. Zehn Jahre später wurde er Junioren-Ski-Weltmeister. Allerdings wurde es für Lehmann zunehmend schwerer, Schule und Sport zu vereinbaren.

Darum überredete er seine Eltern, ihn auf eine Privatschule zu schicken, an der er seine Matura im Heimstudium im eigenen Tempo absolvieren konnte. „Ich wusste, dass ich irgendwann ins normale Berufsleben zurückkehren muss“, sagt Lehmann. Fortan konnte er sich im Winter aufs Skifahren konzentrieren und im Sommer auf die Schule. 1993, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, gewann Lehmann in Japan die Weltmeisterschaft in der Abfahrt. In den Folgejahren hatte er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und kündigte 1997 seinen Rücktritt vom Skisport an.

Der nächste Schritt ins normale Berufsleben war das BWL-Studium, das Lehmann nach seinem Ausstieg begann und mit dem Doktortitel abschloss. „Es war nicht einfach an der Uni, da ich zehn Jahre älter war als meine Kommilitonen“, erinnert er sich. „Ich bin noch einmal drei Schritte zurück gegangen.“ Komplett kehrte er der Ski-Welt aber nicht den Rücken. Schon damals kommentierte er bei Eurosport – den Job macht er bis heute – und war Botschafter des Ski-Ausrüsters Salomon. Seit 2008 ist er Präsident des Schweizerischen Skiverbands.

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