Uni Mainz

Grams-Vortrag: Hahnemann-Gesellschaft macht mobil Silvia Meixner, 13.11.2018 14:27 Uhr

Berlin - Da helfen auch keine Globuli: Hinter den Kulissen eines für morgen geplanten Vortrages zum Thema Homöopathie an der Universität Mainz geht es rund. Die Hahnemann-Gesellschaft wollte beim Uni-Präsidenten erwirken, dass der Auftritt der Ärztin und Homöopathie-Kritikerin Natalie Grams gestrichen wird. Der Vortrag findet wie geplant um 19 Uhr statt.

„Alternativmedizin – Wirklich eine Alternative?“ Diese Frage stellt Grams morgen Abend. Im Publikum sitzen dann Gäste, die dazu eine klare Meinung haben: „Die Vorträge von Frau Grams sind immer tendenziös-manipulativ“, sagt Dr. Ulrike Fröhlich, die im Vorstand der Hahnemann-Gesellschaft ist. Sie hat via Facebook von der Veranstaltung gehört und sofort Mitstreiter informiert. Zu diesen gehört auch Susann Buchheim-Schmidt, MTA, Apothekerin und Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Klassische Homöopathie aus Mainz.

„Ich gehe zu dem Vortrag und habe rund 35 Ärzte im Umkreis Mainz, Wiesbaden und Frankfurt informiert. Ich habe sie gebeten, dazuzukommen, um ein sachgerechtes Gegengewicht zu bilden“, sagt Fröhlich. Sie hofft, dass morgen Abend auch Patienten kommen, die sie ebenfalls angeschrieben hat. Patienten, die pro Homöopathie sind.

Der Name Grams ist in der Homöopathen-Szene ein rotes Tuch. Eine Verräterin, geradezu. Die Ärztin veröffentliche 2015 das homöopathiekritische Buch „Homöopathie neu gedacht – Was Patienten wirklich hilft“. Im Rahmen der Recherchen war die praktizierende Homöopathin zur entschiedenen Gegnerin mutiert. In Zeitungsartikeln wird sie schon mal als „Nestbeschmutzerin“ oder „Ketzerin“ bezeichnet. Die Angst der Hahnemann-Gesellschaft: Jemand, der morgen in den Vortrag kommt und vielleicht wenig bis gar keine Ahnung von Homöopathie hat, könnte ebenfalls zum Gegner werden.

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