GSK/Pfizer: Die Folgen für den deutschen Markt

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Berlin -

GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer bringen ihre OTC-Sparten in einem neuen Gemeinschaftsunternehmen zusammen. Nicht nur auf globaler Ebene entsteht damit ein neuer Branchenriese, auch im deutschen Apothekenmarkt werden die Karten neu gemischt. Die wichtigsten Fakten.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen löst Bayer an der Spitze des OTC-Marktes ab. Nach Zahlen von Insight Health war der Konzern aus Leverkusen mit Umsätzen von rund 535 Millionen Euro (Apothekenverkaufspreise, AVP) zuletzt die Nummer 1 unter den OTC-Herstellern in der Apotheke. Dahinter folgte GSK; der britische Konzern kam nach der – zunächst als Fusion eingefädelten – Übernahme der OTC-Sparte von Novartis zuletzt auf 505 Millionen Euro.

Mit dem OTC-Geschäft von Pfizer kommen nun noch einmal Umsätze in Höhe von knapp 170 Millionen Euro hinzu, sodass das Joint Venture, an dem GSK entsprechend des globalen Umsatz- und Gewinnanteils rund zwei Drittel hält, Erlöse von rund 675 Millionen Euro vorweisen kann. Auf vier Marken entfallen 60 Prozent der Umsätze: Voltaren (240 Millionen Euro), Thermacare und Vitasprint (je rund 60 Millionen Euro) sowie Chlorhexamed (47 Millionen Euro).

Dazu kommen Erlöse aus dem Mass Market. GSK ist im Bereich der Mundhygiene mit Marken wie Sensodyne, Dr. Best, Odol Med 3 und Parodontax Marktführer – Kopf an Kopf mit CP Gaba mit je 23 Prozent. Auf Basis der Herstellerpreise entfallen 240 Millionen Euro auf diesen Bereich und damit mehr als auf die OTC-Sparte (190 Millionen Euro).

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