Patentfreie Arzneimittel

Megadeal zwischen Pfizer und Mylan dpa/ APOTHEKE ADHOC, 28.07.2019 18:05 Uhr aktualisiert am 29.07.2019 14:33 Uhr

Berlin - Der Pharmakonzern Pfizer legt sein Geschäft mit älteren Blockbustern wie dem Potenzmittel Viagra (Sildenafil) und dem Cholestrinsenker Lipitor (Atorvastatin) mit dem Konkurrenten Mylan zusammen. Im Gegenzug soll Pfizer die Mehrheit an dem neu geformten Generikakonzern bekommen, teilten beide Konzerne mit. Wie das Joint Venture heißen soll, ist noch nicht bekannt.

Pfizer gibt in das neue Gemeinschaftsunternehmen die Division Upjohn ab, die erste in China basierte Einheit des US-Konzerns. Darin sind insgesamt 20 Marken wie beispielsweise Celebrex (Celecoxib), Nitrostat (Nitroglycerin), Xalatan (Latanoprost), Revatio (Sildenafil) sowie Dilantin (Phenytoin) zusammengefasst. Zur Unternehmenseinheit gehören neun Fabriken in acht Ländern. Weltweit werden 65 Märkte bedient. Das Geschäft der Einheit schwächelt. Grund ist der hohe Konkurrenzdruck durch Generika.

Die beiden Konzerne wollen mit dem neuen Unternehmen Marktführer in China und weiteren Wachstumsländern werden. Die Pfizer-Aktionäre sollen 57 Prozent der Aktien an dem zusammengelegten Geschäft erhalten. Den Rest von 43 Prozent sollen Mylan-Aktionäre halten. Das neue Unternehmen soll 2020 auf einen Umsatz von 19 bis 20 Milliarden Dollar kommen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll zwischen 7,5 und 8 Milliarden Dollar liegen. Dies beinhalte bereits Synergien, die ab 2023 jährlich rund 1 Milliarde Dollar bringen sollen. Mitte 2020 soll der Deal abgeschlossen sein.

Der Mylan-Verwaltungsratschef Robert J. Coury soll auch die gleiche Position bei dem neuen Unternehmen innehaben. Unternehmenschef wird Michael Goettler, der zur Zeit Präsident der Pfizer-Tochter Upjohn ist, die mit dem Mylan-Geschäft zusammengelegt wird. Die bisherige Mylan-CEO Heather Bresch und Finanzchef Ken Parks werden sich aus dem Unternehmen zurückziehen. Die neue Führungstruppe wird 13 Mitglieder, davon acht von Mylan haben.

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