Pfizer/Mylan recycelt Viatris

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Berlin -

Der Zusammenschluss von Mylan und der Pfizer-Sparte Upjohn hat einen Namen: Das Gemeinschaftsunternehmen soll Viatris heißen. Neu im Markt ist die Bezeichnung nicht – die Vorgängerfirma von Meda führte sie bereits.

Der Megadeal wurde im Sommer verkündet. Pfizer spaltet seine Sparte Upjohn mit Altoriginalen wie Viagra (Sildenafil), Lipitor (Atorvastatin) und Celebrex (Celecoxib) ab und fusioniert sie mit Mylan zu einem eigenständigen Joint Venture mit neuem Namen und Sitz in Delaware. Der Generikakonzern mit Sitz in den Niederlanden wird liquidiert.

Der neue Name Viatris soll mit Abschluss der Zusammenführung etwa Mitte 2020 in Kraft treten. Bis dahin bleiben Mylan und Upjohn als Marken erhalten und auch die beiden Konzerne agieren als selbstständige Unternehmen. Es wird erwartet, dass die Aktionäre in den kommenden Monaten über den Deal abstimmen.

Mit Viatris greifen die Konzerne auf einen Namen aus der Schublade zurück: Unter dem Namen firmierte nach der Jahrtausendwende hierzulande die Vorgängerfirma von Meda. Das Unternehmen, das 1920 als „Chemisch-Pharmazeutische Werke Bad Homburg“ gegründet worden war, gehörte lange zum Chemiekonzern Degussa und trug von 1991 bis 2002 den Namen Asta Medica. Der Finanzinvestor Advent gab der Sparte den neuen Namen; 2005 kaufte Meda die Firma für 600 Millionen Euro und benannte sie abermals um.

Viatris hat laut Mylan mehrere Bedeutungen: Die erste Silbe geht auf das lateinische Wort Weg zurück. Die zweite steht für „zu drei“, was auf die drei Hauptziele des neuen Konzerns anspielen soll: den Zugang zu Arzneimitteln auszuweiten, führend in der Forschung für Patientenbelange und ein verlässlicher Partner im Gesundheitsbereich zu sein. Allerdings passt die Bezeichnung auch aus historischer Sicht, da der neue Name quasi drei Stufen zurückdreht.

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