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Berlin -

GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer bündeln ihre Geschäfte mit rezeptfreien Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten. Beide Konzerne werden ihre jeweiligen Consumer-Sparten in ein Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Beide Bereiche zusammen kommen auf einen Umsatz von gut 9,8 Milliarden Pfund (10,9 Milliarden Euro). Das neue Unternehmen soll zum globalen Marktführer im OTC-Bereich werden.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll in allen Märkten unter dem Namen GSK Consumer Healthcare auftreten. Der britische Pharmakonzern soll mit 68 Prozent die Mehrheit an dem neuen Unternehmen für nicht verschreibungspflichtige Mittel für Apotheke und Supermarkt halten. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres erwartet. Innerhalb von drei Jahren nach dem Abschluss werde ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens geplant.

Vor 18 Monaten seien klare Prioritäten und ein Rahmen für die Kapitalvergabe festgesetzt worden, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sagte GSK-Chefin Emma Walmsley. „Wir haben unsere operative Leistung verbessert und einen neuen Ansatz für Forschung und Entwicklung festgelegt.“ Das heute verkündete Geschäft sei eine einzigartige Möglichkeit, diese Arbeit zu beschleunigen. Mit der Kombination beider OTC-Bereiche werde der Wert wesentlich gesteigert.

Die geplante Abspaltung zeige den klaren Weg, GSK in ein neues globales Pharma- beziehungsweise Impfstoffunternehmen zu transformieren, das in den Bereichen Immunsystem, Genforschung und erweiterte Technologien auf Forschung und Entwicklung fokussiert sei. Geplant sei, zwei außergewöhnliche britische Unternehmen zu formen, die eine solide Kapitalstruktur haben, steigende Erträge abwerfen und einen Beitrag für Patienten und Konsumenten leisten.

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