Pharmakonzerne

GSK: McNamara folgt auf Walmsley

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Berlin -

Chef, Vize, Chef: Brian McNamara ist neuer OTC-Chef bei GlaxoSmithKline (GSK). Er tritt die Nachfolge von Emma Walmsley an, die im März als CEO die Leitung des britischen Pharmakonzerns übernehmen wird.

McNamara war seit 2012 für das OTC-Geschäft von Novartis zuständig, bevor er 2004 zum schweizerischen Pharmakonzern kam, arbeitete der Amerikaner 16 Jahre lang für Proctor & Gamble.

Nach der Fusion der OTC-Sparten von GSK und Novartis musste McNamara den Chefsessel an Walmsley abtreten, er erhielt dafür die Verantwortung für Europa und Nordamerika.

Walmsley soll Nachfolgerin des bisherigen Konzernchefs Andrew Witty werden. Die Britin hat in Oxford klassische und moderne Sprachen studiert, danach arbeitete sie 17 Jahre lang für L'Oréal in Paris, London und New York. 2007 ging sie nach Shanghai, um das Geschäft des Kosmetikkonzerns in China zu betreuen. 2010 kam sie zu GSK, seit 2011 leitet sie das OTC-Geschäft des britischen Pharmakonzerns.

Auch in Deutschland steht ein Wechsel an: Victor Geus wird Nachfolger von Erhard Heck, der als Berater zum Finanzinvestor Permira wechselt. Geus hatte fünf Jahre für Kimberly-Clark gearbeitet, bevor er 2006 zu GSK kam. Er hatte zuletzt die Verantwortung für das OTC-Geschäft des Konzerns in Kanada.

Weltweit ist GSK mit einem Umsatz von 10 Milliarden US-Dollar die Nummer 1 im OTC-Geschäft vor Bayer mit 7,4 Milliarden Dollar sowie Johnson & Johnson (J&J). Demnächst zieht Sanofi mit den Boehringer-Produkten an J&J vorbei. Mehr als die Hälfte des Geschäfts von GSK entfällt auf Marken mit Erlösen von jeweils mehr als 300 Millionen Dollar. Novartis hält am OTC-Gemeinschaftsunternehmen etwas mehr als ein Drittel der Anteile und könnte sich auf Strecke aus dem Unternehmen zurückziehen.

GSK Consumer Health kommt in Deutschland auf Erlöse von rund 470 Millionen Euro. Rund 280 Millionen Euro entfallen auf OTC-Produkte wie Voltaren, Fenistil, Lamisil, Otriven, Nicotinell und Lemocin sowie Chlorhexamed, Zovirax und Cetebe. Der Rest wird mit Zahnpflegeprodukten wie Sensodyne und Dr. Best im Mass Market umgesetzt.

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