OTC-Hersteller

Wick bald mit Vitasprint? Gabriele Hoberg, 05.04.2018 12:25 Uhr

Berlin - Pfizer hat fast alle potenziellen Käufer durch und sitzt immer noch auf seiner OTC-Sparte. Beim Versuch, das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten zu verkaufen, gibt es jetzt Gespräche mit dem Wick-Hersteller Procter & Gamble (P&G).

In der Meldung des US-Senders CNBC wird darauf verwiesen, dass es offenbar große Differenzen beim Geld geben soll. Pfizer peilt einen Verkaufspreis von bis zu 20 Milliarden US-Dollar an. Laut CNBC-Bericht will P&G nur 15 bis 16 Milliarden Dollar zahlen.

Pfizer kommt natürlich von den alten Zahlen her und der bisherigen Strahlkraft der ganzen OTC-Sparte. P&G dagegen kann sich entspannt zurücklehnen – im Wissen um die bisherigen Absagen: Nestlé, GlaxoSmithKline, Reckitt Benckiser, Sanofi und Johnson & Johnson (J&J) hatten sich aus dem Bieterverfahren verabschiedet, was den Preis im Zweifel eher drücken als heben dürfte. Offizielle Stellungnahmen aus den beiden Konzernen gibt es bislang nicht.

Die besten Chancen wurden zu Beginn J&J eingeräumt. Der US-Konzern hatte bereits 2006 Teile von Pfizers OTC-Sparte mit Marken wie Listerine, Nicorette und Zyrtec für knapp 17 Milliarden Dollar übernommen und ist im Moment – auch dank der Steuerreform von Donald Trump – finanziell sehr gut ausgestattet. Gemeinsam mit der Investmentbank Goldman Sachs hatte J&J bereits an einer Offerte gearbeitet, sich aber gegen den Kauf entschieden.

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