OTC-Medikamente

Grüne sauer wegen „Iberogast-Skandal“ Maria Köpf, 22.02.2018 15:15 Uhr

Berlin - Iberogast ist so erfolgreich wie nie zuvor – und war nie so umstritten. Die Diskussion um mögliche Leberschädigungen hat nun auch die Politik erreicht: Kordula Schulz-Asche, Gesundheitsexpertin der Grünen, spricht nach einer Antwort der Bundesregierung zum Thema von einem Skandal. Und die Frankfurter Allgemeine (FAZ) titelt in der heutigen Ausgabe: „Verschweigt Bayer Risiken von Magenmittel Iberogast?“

In der Schweiz musste Bayer vor Kurzem Warnhinweise in die Packungsbeilage aufnehmen; die Arzneimittelbehörde Swissmedic wollte nicht bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens warten. Anders hierzulande: Zwar hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits in einem 2005 eingeleiteten Stufenplanverfahren ebenfalls Warnhinweise gefordert; doch der Fall liegt noch vor Gericht.

Wie die Bundesregierung die Gesundheitsgefahren beurteile sei, wollte Schulz-Asche in einer schriftlichen Anfrage wissen. In ihrer Antwort wies Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG), auf das Stufenplanverfahren hin. Unter der Voraussetzung, dass die Auflagen umgesetzt würden, werde die Wirksamkeits-Risiko-Relation für Iberogast weiterhin als positiv erachtet. Solange die gerichtliche Überprüfung nicht abgeschlossen sei, sei der Hersteller nicht zur Umsetzung der vom BfArM geforderten Textänderung verpflichtet.

Wie bei jeder Therapie seien außerdem die Patienten gehalten, „ihre Reaktionen auf eingenommene Arzneimittel genau zu beobachten, mögliche unerwünschte Arzneimittelrisiken (UAW), insbesondere neu aufgetretene Symptome umgehend mit ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker zu besprechen, gegebenenfalls das Arzneimittel abzusetzen sowie dem BfArM selbstständig oder durch die Heilberufler eine entsprechende UAW-Meldung zu übersenden“.

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