Kinderarzneimittel

Ibu-Werbung interessiert BMG nicht APOTHEKE ADHOC, 04.04.2018 14:36 Uhr

Berlin - Im März hatte die Bundesfraktion der Grünen in einer kleinen Anfrage kritisiert, dass Hersteller für Kinderarzneimittel werben dürfen. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung vor. Schon in der Vorbemerkung wird die Verantwortung abgeschoben.

Die Grünen hatten unter anderem die Werbung für Ibuprofen kritisiert. Hersteller umgingen geltendes Recht, denn Werbung, die sich an Kinder unter 14 Jahren richtet, sei gemäß Heilmittelwerbegesetz (HWG) untersagt und bußgeldbewehrt. Daher würden sich die Werbekampagnen einzelner Hersteller gezielt an die Eltern richten. Beworben würden Produkte bei banalen Beschwerden und Erkrankungen unter dem Aspekt der Lebensqualität. Aber nicht nur Eltern, sondern auch Jugendliche ab 14 Jahren, die nicht unter das Verbot nach HWG fallen, seien Ziel der Kampagnen. Dabei blieben Bedenken aufgrund des Nebenwirkungsprofils unberücksichtigt.

Die Bundesregierung stellt bereits in der Vorbemerkung klar: „Die Überwachung der Einhaltung der heilmittelwerberechtlichen Vorgaben ist nach der grundgesetzlichen Kompetenzverteilung Ländersache.“ Somit seien die Verwaltungsbehörden der Länder verantwortlich. Auch die Frage, wie die Bundesregierung zu den Werbekampagnen stehe und mögliche Gefahren beurteile, bleibt offen. Stattdessen wurde für TV-Kampagnen zu Ibuprofen wieder auf die zuständigen Landesbehörden verwiesen.

Die Einblendung des Pflichttextes zur fachlichen Beratung durch den Arzt oder Apotheker, stelle einen wichtigen Warnhinweis dar. Die Heilberufler stellten „eine im Sinne der Arzneimittelsicherheit angemessene und auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmte Beratung sicher“, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort. Die Gefahren, die mit einer Einnahme von Ibuprofen-haltigen Arzneimitteln einhergehen könnten, seien in Bezug auf Kinder in den Fach- und Gebrauchsinformationen aufgeführt.

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