2. Finanzierungsrunde

Urs Keller (47)
Michael Brehm (38)
Dr. Alexander Brehm (71)
Dr. Stefan Wiskemann (56)
Alexander Graf Fugger-Babenhausen (36)
Alexander Stärker (38)

Nur zwei Monate später regnete es erneut Geld. Mit dabei waren erneut verschiedene Gründer und Investoren aus der Internetszene: Urs Keller hatte seine Agentur Websolute im Jahr 2000 an Web.de verkauft, bei Deutschlands größtem E-Mail-Anbieter blieb er noch drei Jahre, danach gründete er das Preisvergleichsportal billiger.de. Als Investor war er später unter anderem an Stylight beteiligt; gut möglich, dass er von Meier und Bauer auf das neue Projekt aufmerksam gemacht wurde.

Michael Brehm hatte nach seiner Zeit bei der Investmentbank Merrill Lynch beim Netzwerk StudiVZ den kaufmännischen Bereich geleitet, später gründete er den Inkubator Rebate Networks. Zu seinen erfolgreichen Investments gehörten unter anderem Kreditech, Lieferando, Kaufda oder Brands4friends.

Bei Teleclinic kam er als Investor zusammen mit seinem Vater an Bord. Dr. Alexander Brehm hatte eine der größten gynäkologischen Praxen in München geleitet und gilt als überzeugter Befürworter der Telemedizin: Eine Mehrzahl seiner Patientinnen hätte er genauso gut per Fernsprechstunde betreuen können, so sein Argument.

Stefan Wiskemann und zwei Partner hatten 1998 die Auktionsplattform Ricardo.de gegründet und vor dem Börsencrash ihre Anteile für geschätzte 
140 Millionen Euro an den britischen Rivalen QXL verkauft. Seitdem ist auch er als Investor unter anderem im Internetbereich aktiv.

Der alte Geldadel ist bei Teleclinic auch dabei: Jeweils 2 Prozent halten Alexander Graf Fugger-Babenhausen und Alexander Stärker; beide sind auch als Investoren bei der Online-Sprachschule Lingoda dabei. Letzterer ist der Sohn von Hubertus Stärker, einem politisch gut vernetzten Unternehmer aus Augsburg, der den Automobilzulieferer Zeuna Stärker 2003 verkauft hatte.

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