Ex-Stada-Chef Retzlaff beteiligt

Alpha-Ärzte ersparen den Gang zur Apotheke

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Berlin -

Wer so krank ist, dass er nicht aus dem Bett kann, lässt sich den Arzt kommen. Dafür gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Firma „Alpha-Ärzte“ hat den privatärztlichen Haus- und Notdienst als Geschäftsmodell entdeckt. Allerdings wirft die eigene Darstellung rechtliche Fragen auf – denn die Ärzte kümmern sich auch um die Arzneimittel. Zu den Investoren gehört der ehemalige Stada-Chef Harmut Retzlaff.

Der Behandlungsablauf wird so dargestellt: Am Telefon werden die Beschwerden aufgenommen, die „Leitstelle“ schickt dann schnellstmöglich einen Arzt. „Dank eigenem PKW sind unsere Ärzte hochmobil. Manchmal ist er bereits in weniger als einer halben Stunde, in den meisten Fällen spätestens nach einigen Stunden bei Ihnen“, werben die Alpha-Ärzte. Für die Diagnose sind die Ärzte sogar mit mobilen Ultraschallgeräten und EKG ausgestattet. Auch Blutproben oder Abstriche können genommen werden.

Zielgruppe sind mitnichten nur die Bettlägerigen: Die Ärzte kommen auf Wunsch „nach Hause, an den Arbeitsplatz oder ins Hotel“. Ein weiterer Service: „Unsere Ärzte haben Arzneimittel dabei, die erfahrungsgemäß am häufigsten benötigt werden.“ Die Versorgung finde meist vor Ort statt. „In der Regel können unsere Ärzte Ihnen so den Weg in die Apotheke oder Notapotheke ersparen. Sollte ein benötigtes Medikament nicht vorhanden sein, stellen wir Ihnen ein Rezept aus.“

Was genau die Ärzte dabei haben, geht aus den Angaben nicht hervor und war auch auf Nachfrage bislang nicht zu erfahren. In den FAQ klingt das so: „Gängige Medikamente, die häufig benötigt werden, haben unsere Ärzte immer für Sie dabei. So können Sie sich beim Hausbesuch direkt damit versorgen lassen. Unsere Apotheke schickt Ihnen anschließend eine Rechnung. Sollte sich ein Medikament einmal nicht im Arztkoffer befinden, bekommen Sie ein Rezept ausgestellt. Damit kann zum Beispiel ein Angehöriger die Apotheke oder Notapotheke aufsuchen.“

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