Eigenmarken

Apotheken erobern Sichtwahl zurück

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Die Gründe für die Einführung von Hausmarken seien vielfältig gewesen, erklärt Christian Strauch, der bei Apo-Rot den Geschäftsbereich Versand leitet. Neben der Markenbildung sei das Ziel gewesen, die Abhängigkeit von der Industrie zu reduzieren. „Die Verhandlungen mit den Herstellern werden immer schwieriger. Jedes Jahr sollen immer höhere Ziele erreicht werden“, berichtet er. Um gute Preise zu realisieren, müsse man immer größere Mengen abnehmen. Diesen Zwang wollte man zumindest teilweise lockern.

2002 wird die Hauptapotheke, die Apotheke am Rothenbaum, von Birgit Dumke in Hamburg gegründet. Neben Filialen in der Hansestadt betreibt das Unternehmen einen Web-Shop und kooperiert mittlerweile mit mehr als 20 Partnerapotheken. Seit Januar 2009 vermarktet Apo-Rot ein eigenes Sortiment an apothekenüblichen Produkten.

Den Anfang machte eine Handcreme. Schon bald kamen Ibuprofen und Paracetamol dazu. „Bereits sechs Wochen nach der Einführung waren die beiden Hausmarken in den jeweiligen Kategorien führend“, berichtet Strauch. Die Preise liegen nach seinen Angaben bis zu 50 Prozent unter denen von anderen Anbietern: Die 20er-Packung Paracetamol etwa kostet als Apo-Rot-Produkt im eigenen Webshop 79 Cent, das Produkt von Ratiopharm ist mit 1,18 Euro gelistet. Im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel dauere es etwas länger, bis sich ein Produkt etabliere: Rund ein Jahr braucht es nach Angaben von Strauch, bis es in der jeweiligen Kategorie zum Platzhirsch wird.

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