Versandapotheke

Apo-Rot: Erst Baustelle, dann Versandhandel Marion Schneider, 07.03.2018 09:10 Uhr

Berlin - Apo-Rot feiert 15-jähriges Jubiläum. Inhaberin Birgit Dumke erinnert sich an die Zeit als Pionier des Versandhandels und erklärt, warum sie derzeit – entgegen anders lautender Gerüchte – keine Verkaufspläne hat.

Im November 2002 gründete Dumke die Apotheke am Rothenbaum in Hamburg. Zunächst hatte sie fünf Mitarbeiter – und einen Internetauftritt. Als wegen einer Baustelle kaum noch Kunden in die Apotheke kamen, begann sie, Produkte über den Onlineshop zu versenden. Die Idee hatte ihr damaliger Ehemann Jörg Dumke, der aus einer Apothekerfamilie stammt und selbst eine PTA-Ausbildung gemacht hat. Der EDV-affine Tüftler entwickelte auch die erste Software selbst. Noch heute ist er in der Branche tätig und betreibt mit Wunderkopf einen Versandhandel für Friseurbedarf.

Bei Apo-Rot konnten die Kunden zunächst Kosmetik- und Drogerieartikel kaufen. Als 2004 im Rahmen des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) der Versandhandel mit Arzneimitteln erlaubt wurde, kamen auch Medikamente hinzu. „Wir hatten uns vorgenommen, die digitale Bewegung mitzunehmen“, erinnert sich die Inhaberin. Am Anfang hatte Apo-Rot einige Tausend Produkte – 15 Jahre später sind es 400.000.

Vorreiter im Bereich Versandapotheke zu sein, hatte aber auch Nachteile. „Wir konnten niemanden um Rat fragen“, sagt Dumke. „Es war ja für alles das erste Mal.“ Schon bald expandierte das Unternehmen und stellte mehr Mitarbeiter ein. 2006 kam Christian Strauch als Geschäftsleiter für den Versand an Bord. Im selben Jahr erweiterte Apo-Rot auch seine Vor-Ort-Präsenz. Dumke übernahm die Apotheke ihrer Tante, die heute als Apo-Rot Merkur firmiert. 2008 folgte die Apo-Rot Apotheke in Blankenese und 2011 die Filiale in Hamburg Bahrenfeld.

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