Versandhandel

Die DocMorris-Apo-Rot-Connection Alexander Müller, 09.07.2018 10:20 Uhr

Berlin - Das Kartellamt hat DocMorris die Übernahme der Versandapotheke Apo-Rot erlaubt. Was bedeutet das für die gleichnamige Apothekenkooperation? Die Mitglieder waren zunächst verunsichert. Doch Gründerin Birgit Dumke konnte die Kollegen beruhigen. Das neue Miteinander wird für beide Seiten trotzdem zur Herausforderung, wenn die niederländische Versandapotheke die Alleinherrschaft über den Internetauftritt übernimmt.

Für die 19 Mitgliedsapotheken, vier weitere betreibt Dumke selbst, werde sich zunächst gar nichts ändern. „Was gut war, werden wir auch künftig beibehalten“, versichert die Apothekerin. Das hatte sie auch den teilweise besorgten Mitgliedern bei einer halbtägigen Veranstaltung unmittelbar nach Abschluss des Deals versprochen. Alle sind an Bord geblieben, sogar ein neues Mitglied hat sich angemeldet. Nur in Elmshorn schließt demnächst eine Apo-Rot-Apotheke, aber das hat andere Gründe.

Mittelfristig dürfte es auch ein Click & Collect-System mit DocMorris geben. Über die gemeinsamen Pläne mit der Versandapotheke kann Dumke noch nicht viel erzählen: „Wie wir das im Detail gestalten, müssen wir noch mit DocMorris besprechen. Der Kunde soll online und offline unter einer Marke einkaufen, darauf arbeiten wir hin. Dafür sind Fragen zu klären, die zum Beispiel den Datenschutz betreffen und die Gestaltung des Angebots.“

Vor allem sollen Missverständnisse vermieden werden: „Die Kunden müssen online sehen, was sie offline erwartet.“ Das hatte bei DocMorris seinerzeit nur bedingt geklappt, was zu vielen Enttäuschungen am HV-Tisch geführt hat. Dumke hat aber großes Vertrauen, dass man mit DocMorris zusammen Erfolg haben wird. Was sie optimistisch macht: „Die haben reichlich Erfahrungen gesammelt, davon werden wir im Miteinander profitieren. Dem zugute kommt, dass beide Seiten sehr uneitel sind.“

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