Versandapotheken

DocMorris: Rx-Geschäft wächst zweistellig

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Berlin -

DocMorris hat seinen Umsatz in Deutschland im ersten Quartal um 39 Prozent auf knapp 146 Millionen Euro gesteigert. Im Rx-Bereich konnte der Versender aus Heerlen um gut 11 Prozent zulegen auf 66 Millionen Euro. Als wesentlicher Treiber erwies sich aber erneut das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln. Hier ist die Tochter von Zur Rose um fast 76 Prozent auf 80 Millionen gewachsen.

Dazu haben neben der massiven Neukundengewinnung und Marketingkampagnen auch die Zukäufe von Eurapon und Vitalsana beigetragen. Wären die beiden Versender bereits Anfang 2017 übernommen worden, hätten sie 85 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz gebracht. Aufgrund der unterjährigen Akquisitionen schlägt der Effekt erst jetzt durch.

Auch in der Schweiz setzte sich die positive Entwicklung des Geschäftsjahrs 2017 fort. Zur Rose steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal trotz regulatorisch bedingter Preissenkungen deutlich um 9,3 Prozent auf fast 128 Millionen Schweizer Franken. Im Ärztegeschäft gelang es dank einer insgesamt guten Neukundenentwicklung, den Umsatz um 6,7 Prozent auf 95 Millionen Franken zu erhöhen, während das Retailgeschäft mit einem Umsatzplus von 12 Prozent auf 32 Millionen Franken weiterhin vom Specialty-Care-Bereich und dem erfolgreichen Start der Omni-Channel-Strategie mit den ersten stationären Apotheken profitierte.

Besonders erfreulich ist laut Zur Rose die in Deutschland auf 66 Prozent gesteigerte Markenbekanntheit von DocMorris. Das von der GfK repräsentativ ermittelte Allzeithoch zeige, dass die Markenkampagne erfolgreich sei. Damit verfüge die Gruppe über die mit weitem Abstand stärkste Marke im Versandhandel.

Die Zuwachsraten im Rx-Bereich im ersten Quartal 2018 spiegeln den Wachstumskurs wieder, den DocMorris auch im gesamten Geschäftsjahr 2017 schon vorweisen konnte. Mit 240 Millionen Gesamtumsatz wuchs der RX-Versand um 10 Prozent, im OTC-Bereich lag der Zuwachs bei 39 Prozent auf 130 Millionen Euro.

Insgesamt rutschte Zur Rose im Geschäftsjahr 2017 wegen seiner Wachstumsstrategie aber ins Minus. Zwar wuchs der Umsatz in 2017 um fast 12 Prozent auf 983 Millionen Franken, aber wegen der Expansionspolitik des Unternehmens stand am Jahresende im Betriebsergebnis ein Minus von 36 Millionen Franken. 2016 wies zur Rose einen Verlust von 12,8 Millionen Euro aus. Allein in Deutschland hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 30 Millionen in den Marketingbereich gepumpt.

In der aktuellen Bilanz geht Zur Rose nicht auf auf die Thematik der Forderung nach einem Rx-Versandverbot im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD ein. Bereits im Februar hatten die Schweizer erklärt, dass sie dieses Vorhaben für verfassungswidrig und europarechtlich inkompatibel halten.

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