Versandapotheken

Versandhandel in Österreich wächst zweistellig APOTHEKE ADHOC, 20.04.2018 13:23 Uhr

Berlin - Der Versandhandel hat auch in Österreich Wachstumszahlen, von denen Vor-Ort-Apotheken nur träumen können. Um 12,2 Prozent stieg der Absatz laut dem Marktforschungsunternehmen Iqvia im vergangenen Jahr.

Verkaufsschlager sind demnach Rheumamedikamente, Schmerzmittel, Grippe- und Erkältungspräparate sowie Beruhigungs- und Schlafmittel. Die meistverkauften Produkte der Versandapotheken sind Dulcolax, Thomapyrin und Voltadol, das in Deutschland als Voltaren bekannt ist. Zum Vergleich: Bei den stationären Apotheken waren die Topseller das Venenmittel Daflon, das in Deutschland nicht erhältlich ist, Voltadol und Bepanthen.

Insgesamt gehe der Trend klar zu preisgünstigeren Großpackungen, so die Marktforscher. Zudem seien viele Kassenschlager wie Dulcolax, Ibumetin, Pharmaton, Buer Lecithin oder Aspirin C im Versandhandel etwa 40 Prozent günstiger. Für seine Erhebung hat Iqvia die Daten von drei deutschen Versandhandelsapotheken erhoben, die nach Österreich liefern.

OTC-Produkte machten bezogen auf den gesamten Apothekenmarkt 16 Prozent des Umsatzes und 30 Prozent des Absatzes aus. Der Umsatz stieg 2017 um 1,4 Prozent, im Vorjahr waren es noch 3,6 Prozent. Die zehn Marktführer teilen sich knapp 45 Prozent Umsatzes auf: Bayer liegt mit 9,3 Prozent Marktanteil unangefochten an der Spitze, vor Gebro mit 6,8 Prozent und Ratiopharm mit 4,6 Prozent. Dahinter folgen Apomedica (4,3 Prozent), Sanofi (4,1 Prozent), Kwizda (4,0 Prozent), Allergosan (3,6 Prozent), Mylan/Meda (2,7 Prozent), Promedico (2,7 Prozent) und Merck (2,5 Prozent).

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