Österreich: Wettbewerbsbehörde vs. Apotheker

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Berlin -

Die österreichischen Apotheker laufen Sturm gegen die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Grund: Die hat eine Branchenuntersuchung zum österreichischen Apothekenmarkt samt Handlungsempfehlungen an die Politik veröffentlicht. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen: Liberalisierung, Liberalisierung und Liberalisierung.

„Unprofessionell“, „irreführend“, „spielt mit der Gesundheit, im schlimmsten Falle sogar mit dem Leben von Patienten“ – die Spitzenfunktionäre der österreichischen Apothekerschaft haben rhetorisch die großen Geschütze aufgefahren. Sie empören sich über die Wettbewerbsbehörde der Alpenrepublik, denn die hat den dortigen Apothekenmarkt einer Wettbewerbsanalyse unterzogen und die Ergebnisse fallen ernüchternd aus.

„Auch wirtschaftlich ineffizient geführte Apotheken oder solche, die mangelnde Qualität für den Konsumenten bieten, müssen kaum um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten“, heißt es da. Denn sie „verfügen in ihrem geographischen Gebiet über eine monopolartige Wettbewerbsposition“ und „agieren im Wesentlichen frei von Wettbewerbsdruck und Konkurrenzkampf“. Deshalb gebe es kaum Qualitäts- und Preiswettbewerb, so die Behörde.

Deshalb plädiert sie für ein Ende oder eine Umgestaltung der Bedarfsprüfung in Österreich. Das werde zu einer gesteigerten Apothekenzahl und damit einer besseren Versorgung der Konsumenten führen. Derzeit gibt es in Österreich 1357 Apotheken bei knapp 8,8 Millionen Einwohnern. Im europäischen Vergleich verfüge das Land deshalb mit 15,4 Apotheken je 100.000 Einwohner über eine geringe Apothekendichte.

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