Österreich 

OTC bei dm: Dritter Anlauf nach dem Sommer APOTHEKE ADHOC, 15.05.2018 11:17 Uhr

Berlin - dm will in wenigen Monaten einen dritten Anlauf starten, OTC-Medikamente in ihre österreichischen Filialen zu bringen. Und diesmal will die Drogeriekette die Verfassungsrichter dazu bringen, eine inhaltliche Entscheidung zu fällen. Denn die bisherigen Vorstöße sind bereits an formalen Fehlern gescheitert.

Die Drogeriekette gibt trotz mehrerer Rückschläge ihren Plan, künftig rezeptfreie Medikamente verkaufen zu dürfen, nicht auf. Bereits zu Jahresbeginn war klar, dass dm einen dritten Vorstoß starten will. Es ging nur noch darum, wann der Konzern erneut vor das Österreichische Verfassungsgericht (VfGH) zieht. Nun erklärte ein Sprecher auf Anfrage des Volksblattes, dass man an einem neuen Antrag arbeite und diesen voraussichtlich nach dem Sommer einbringen wolle. Zu den Gründen für die längere Vorlaufzeit hielt er sich bedeckt.

Doch offenbar will sich dm nicht erneut die Blöße geben, aus formalen Gründen zu scheitern, bevor die Verfassungsrichter in der Sache entscheiden können. Laut Bericht kündigte der Konzernsprecher an, dass derzeit unterschiedliche Varianten geprüft würden, um zum Ziel zu kommen. Denn diesmal soll eine inhaltliche Entscheidung des Verfassungsgerichts her.

Die Drogeriemarktkette versucht seit Längerem, die gesetzlichen Bestimmungen zu kippen, die in Österreich einen „Apothekenvorbehalt“ für rezeptfreie Arzneimittel festschreiben. Nicht weniger als Arzneimittelgesetz (AMG), Apothekengesetz (ApG) und Apothekenbetriebsordnung sowie verschiedene andere Vorschriften will dm außer Kraft setzen lassen.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte