Telepharmazie

Care Connect: Kry jetzt auch für Apotheken

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Denn derzeit ändert sich auch die Rechtslage ständig, was für Kry einerseits die Notwendigkeit bedeutet, sich anzupassen, andererseits aber auch Chancen eröffnen könnte. Der Streit um Krankschreibungen per Telefon habe das erst wieder gezeigt. Erst wurde die Erlaubnis zurückgezogen, dann doch wieder in Kraft gesetzt – Telemedizin hingegen war die ganze Zeit erlaubt. „Die Frage ist, wie die Ärzte darauf reagieren werden. Es wird viele geben, die gerade angefangen haben, sich an die Telemedizin zu gewöhnen und sie jetzt weiter verstärkt nutzen“, hofft Schneider.

Hinzu kommen weitere Regelungen, die bald zur Disposition stehen könnten. „Es wird da sicherlich auch längerfristige Änderungen geben. So ist beispielsweise momentan die Regelung ausgesetzt, dass Ärzte maximal 20 Prozent ihrer kassenärztlichen Leistungen über Telemedizin abrechnen dürfen“, sagt er. Derzeit beweise die Telemedizin jedoch, welchen Beitrag sie dazu leisten kann, unnötige Sozialkontakte und damit auch Infektionsrisiken zu vermeiden. „Die Frage ist, ob diese Regelung später überhaupt noch so haltbar ist und ob es wirklich wieder zurückgedreht wird. Ich glaube, da werden noch viele Diskussionen auf uns zukommen. Aber bisher haben wir immer erlebt: Wenn es eine Krise gibt, denken die Leute über Veränderungen nach.“ So könne er sich vorstellen, dass es sich in Zukunft etabliert, nur noch bei physischen Untersuchungen wirklich zum Arzt zu gehen und es ansonsten als unvernünftig gilt, im Wartezimmer zu sitzen und sich der Ansteckungsgefahr auszusetzen. „Wir erkennen durch die Digitalisierung in vielen Bereichen, dass sich unser Verhalten ändert – es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das ausgerechnet in der Gesundheit anders ist.“

Zumindest die Zahlen geben Kry bisher Hoffnung, dass es so funktioniert. „Wir haben bei den kostenlosen Corona-Sprechstunden seit Mitte März eine große Nachfrage gesehen, die im Moment aber wieder abnimt“, sagt Schneider. Die Zahl der Videotermine in Deutschland sei von Februar auf März um mehr als 350 Prozent gestiegen. Die Zunahme bei Sprechstunden zu viralen Infektionen habe sogar bei 580 Prozent gelegen.

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