Telemedizin

Kry bringt Covid-19-Symptom-Check

, Uhr
Berlin -

Kry setzt seine Corona-Offensive fort: Nach kostenlosen Corona-Sprechstunden und einem kostenlosen Telesprechstundendienst für alle Heilberufler hat der Telemedizin-Anbieter jetzt einen kostenlosen Covid-19-Symptom-Check in seine App integriert. Die Anwendung soll besorgten Patienten verlässliche Informationen bieten, ob sie besser zum Arzt gehen sollten oder nicht.

Dass das mit einer App auf dem Handy nicht ganz zuverlässig getan werden kann, lässt Kry die Patienten jedoch gleich zu Beginn wissen: „Möglicherweise bist du infiziert, hast aber keine Symptome“, heißt es zu Beginn. „Dieser Symptom-Check kann nicht eindeutig sagen, ob du Covid-19 hast, sondern dich lediglich dazu beraten, ob und wann du Hilfe suchen solltest.“ Diese Beratung erfolgt durch eine ganze Reihe von Fragen, die die App dem Anwender stellt: Ob er bereits getestet wurde, Kontakt zu nachweislich Infizierten hatte, einer Risikogruppe angehört, ob man raucht oder ob sich sein Gesundheitszustand in den vergangenen Tagen verändert hat. Darauf aufbauend werden Symptome abgefragt, darunter Fieber oder fiebriges Gefühl, trockener Reizhusten, Atembeschwerden und Kopfschmerzen. Auch nach Vorerkrankungen wird gefragt – das war es dann aber auch schon beinahe.

Bestenfalls antwortet die App nach wenigen Minuten: „Dein Gesundheitszustand scheint stabil und du hast keine Symptome, die auf Covid-19 hindeuten.“ Doch auch daraufhin müht sich Kry, keinen falschen Eindruck zu erwecken: „Covid-19 kann jedoch mit unspezifischen Symptomen wie Schnupfen und Halsschmerzen beginnen. Wenn du eines dieser Symptome feststellst, solltest du zu Hause bleiben und soziale Kontakte so gut es geht vermeiden.“ Man könne den Symptomcheck einmal täglich durchführen, um die eigene Gesundheit im Blick zu behalten. Auch Patienten, die bereits an Covid-19 erkrankt sind, könnten den Symptom-Check nutzen, um damit ihren Zustand kontinuierlich einzuschätzen und Empfehlungen für weitere Schritte zu bekommen, so Kry.

Dabei sei es jedoch stets wichtig, nur die eigenen Symptome anzugeben – denn wer die App benutzen will, braucht ein Benutzerkonto. Die eingegebenen Daten werden dann mit dem Account gekoppelt. „Überprüfe nicht die Symptome einer anderen Person. Alle Antworten werden mit dir in Verbindung gebracht, wenn du bei uns einen Videotermin buchen solltest“, warnt die App.

Die Absicht hinter dem Symptomcheck ist es laut Unternehmen, Praxen und Krankenhäuser hierzulande zu entlasten. „Der digitale Symptom-Check entstand aus dem erhöhten Bedarf der Bevölkerung nach zuverlässigen Informationen und um die Arztpraxen zu entlasten“, erklärt Dr. Monika Gratzke, Medizinische Direktorin bei KRY und Ärztin in München. In Schweden, wo der Symptom-Check bereits eingeführt wurde, haben seit dem Launch demnach bereits über 45.000 Menschen davon Gebrauch gemacht.

Durch den täglichen Umgang mit Patienten wisse sie von deren Bedarf nach Informationen: „Die Unsicherheit ist groß. Die Symptome der Coronavirus-Ansteckung sind für die Bürger oft nicht von denen einer anderen Virusinfektion zu unterscheiden“, so Gratzke. „Deshalb haben viele Menschen Angst, an Covid-19 erkrankt zu sein. Hier können wir helfen.“ Der Fragebogen zu den aktuellen Symptomen und der Gesundheitshistorie versetze Kry in die Lage, den Gesundheitszustand nach den „aktuellen nationalen und internationalen Standards einzuschätzen“.

Der deutsche General Manager von Kry, Dr. Daniel Schneider betont unterdessen, dass der Symptom-Check kostenlos ist. „Damit wollen wir die schnelle Versorgung derjenigen, die sie gerade am meisten brauchen, sicherstellen”, so Schneider. Kry hatte in den vergangenen Wochen bereits zwei weitere kostenlose Angebote in den Markt geworfen: Seit Ende März sind die Videosprechstunden – die für GKV-Versicherte noch nicht erstattungsfähig sind – kostenlos. Der Patient muss nur bei der Buchung angeben, dass er „Covid-19-Symptome“ habe. Außerdem hat Kry kürzlich die Plattform Care Connect auch in Deutschland gelauncht: Auf ihr können Heilberufler – auch Apotheker – kostenlos Videosprechstunden mit ihren Patienten duchführen.

 

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Änderung der Sars-CoV-2-AMVV
Paxlovid ab jetzt vom Arzt »
Lesbarkeit, Botendienst, Versandhandel...
Gematik: Die 8 Vorteile des E-Rezepts »
Mehr aus Ressort
Schwabe gibt Produktionsstandort ab
Spitzner ist verkauft »
Dr. Wolff bringt Creme gegen Hyperhidrose
Axhidrox: Mit Glycopyrroniumbromid gegen das Schwitzen »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Änderung der Sars-CoV-2-AMVV
Paxlovid ab jetzt vom Arzt»
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
Lebenserwartung während Pandemie teils deutlich gesunken»
Lesbarkeit, Botendienst, Versandhandel...
Gematik: Die 8 Vorteile des E-Rezepts»
Ia.de und Gesund.de zum BMG-Entwurf
Keine E-Rezepte über Plattformen?»
Schwabe gibt Produktionsstandort ab
Spitzner ist verkauft»
Dr. Wolff bringt Creme gegen Hyperhidrose
Axhidrox: Mit Glycopyrroniumbromid gegen das Schwitzen»
A-Ausgabe August
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»