Apo-Discounter verschickt Profi-Test

, Uhr
Berlin -

Während die Apotheken und ihre Kunden noch auf Lieferung der zugelassenen Laientests warten, preschen einige Versender bereits vor. Apo-Discounter verschickte einen Spucktest, der nur für die professionelle Anwendung zugelassen ist.

Im Webshop von Apo-Discounter werden verschiedene Antigen-Schnelltests angeboten, darunter verschiedene Großpackungen mit 5, 15, 25 oder 50 Stück. Vereinzelt sind auch Einzelpackungen zu finden. In der Produktübersicht finden sich mitunter Hinweise darauf, dass die Tests eigentlich nur für den professionellen Einsatz zugelassen sind. „Nur für medizinisches Personal geeignet“, heißt es etwa. „Testdurchführung nur durch medizinisches Fachpersonal“, lautet eine andere Formulierung.

Beim „Antigen Spucktest Novel Coronavirus“ von Unizell heißt es sogar: „Abgabe nur an medizinisches Fachpersonal“. Doch darüber scheint man sich in Markleeberg keine weiteren Gedanken zu machen, denn eine Testbestellung wurde ohne weitere Nachfragen ausgeführt. Dabei ist auf dem Umkarton noch einmal explizit deklariert, dass das Produkt nur für den professionellen Einsatz vorgesehen ist. 7,59 Euro kostete der Test, geliefert wurde nach wenigen Tagen.

Mittlerweile kann das Produkt nicht mehr bestellt werden: Der Status „verfügbar, lieferbar in 2-4 Tagen“ wurde geändert in „nicht im Sortiment/nicht lieferbar durch Hersteller“.

Dafür gibt es aktuell den Covid-19-Antigen-Spucktest der Marke PCL Split, importiert von der Firma MT Promedt Consulting. Auch hier findet sich ausweislich Produktabbildung auf dem Umkarton der Hinweis, dass das Produkt nur für den professionellen Gebrauch gedacht ist. Auf der Website von Apo-Discounter fehlt diese Einschränkung, stattdessen werden die „einfache und schnelle Probengewinnung durch Speichel“ und das „schnelle Ergebnis in ca. 10 Minuten“ ausgelobt. Das Produkt ist „sofort lieferbar, solange der Vorrat reicht“.

Eine erste Testbestellung hatte Apo-Discounter noch storniert. Gekauft wurde der „Antigen Test Coronavirus 2019-ncov Novel Hotgen“, hier in der Version von Param. Für 9,29 Euro landete das Produkt im Warenkorb, die Lieferung sollte ebenfalls in zwei bis vier Werktagen erfolgen. Doch Apo-Discounter sagte zwei Tage nach Bestellung die Lieferung ab: Leider müsse man mitteilen, dass der Artikel „kurzfristig nicht lieferbar“ sei, hieß es per Mail. „Wir haben daher Ihre Bestellung storniert. Bereits bezahlte Beträge werden automatisch erstattet.“

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Letzte Hoffnung E-Rezept
Zur Rose verliert Rx-Geschäft »
Namen und Adressen im Netz angeboten
Zur Rose: Kundendaten geklaut? »
Bienen-Apotheken auf drei Plattformen
Essenslieferdienst Wolt bringt Apothekenexklusives »
Mehr aus Ressort
Genossenschafts- statt Privatbank
Neuer Vorstandschef für Apobank »
Kein Umverpacken wegen Securpharm
Reimporte: Überkleben bis zur Schmerzgrenze »
Weiteres
Genossenschafts- statt Privatbank
Neuer Vorstandschef für Apobank»
Kein Umverpacken wegen Securpharm
Reimporte: Überkleben bis zur Schmerzgrenze»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»