Schuldverschreibungen

300 Millionen Euro: Apobank besorgt sich Kapital APOTHEKE ADHOC, 11.06.2019 16:58 Uhr

Berlin - Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) will ihr Eigenkapital deutlich aufstocken. Dazu soll die Vertreterversammlung die Ausgabe von Schuldverschreibungen im Umfang vom 300 Millionen Euro bewilligen, die die Anforderungen an die aufsichtliche Anerkennung als zusätzliches Kernkapital erfüllen. Der Bankvorstand soll ermächtigt werden, institutionellen Investoren bis Mitte 2024 einmalig oder mehrmals Schuldverschreibungen anzubieten. Der Zinssatz steht noch nicht fest.

Als Zweck der Aufnahme zusätzlichen Kernkapitals nennt die Beschlussvorlage „bankaufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen“. In den letzen Jahren hatte die Bankenaufsicht die Anforderungen der Hinterlegung von Eigenkapital im Kreditgeschäft mehrfach verschärft. Allerdings könnten die Schuldverschreibungen auch im Falle eine Investition der Apobank gezogen werden, wenn beispielsweise für eine Firmenübernahme Eigenkapital eingesetzt werden müsste.

Derzeit weist die Apobank ein bilanziertes Eigenkapital von 1,8 Milliarden Euro aus, das mit den Schuldverschreibungen auf 2,1 Milliarden Euro steigen könnte. Angeboten werden könnten die Schuldverschreibungen institutionellen Investoren wie Apothekenrechenzentren oder Versorgungswerken. „Mit dem vorgeschlagenen Beschluss zur Ausgabe von Kapitalschuldverschreibungen sollen der Bank die erweiterten Möglichkeiten der Eigenmittelbeschaffung zur Stärkung der bankaufsichtsrechtlichen Eigenmittelbasis eröffnet werden“, heißt es in der Beschlussvorlage für die Vertreterversammlung.

Zum „harten Kernkapital“, dem wichtigsten Bestandteil der Eigenmittel, gehören bei der Apobank insbesondere die Geschäftsguthaben der Mitglieder sowie die Rücklagen. Kredite und andere Forderungen der Bank müssten insbesondere in Abhängigkeit ihrer Bonitätseinstufung in unterschiedlicher Höhe mit Eigenmitteln unterlegt werden. Darüber hinaus müssten auch Marktrisiken, operationelle Risiken und sonstige Risiken mit Eigenmitteln unterlegt werden. „Im Ergebnis geht es darum, ein adäquates Minimum an Eigenkapital beziehungsweise eigenkapitalähnlichen Elementen zu definieren, so dass die Einlagen der Kunden nicht gefährdet werden“, so die Vorlage.

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