Apotheken werden Koordinationsstellen

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Berlin -

In der Schweiz sollen Apotheker nach Vorstellungen des Bundesrates in Zukunft zusätzliche Aufgaben in der ambulanten Versorgung übernehmen. Der Apothekerverband Pharmasuisse unterstützt zwar den Plan, fordert aber „völlig neue Vergütungsprinzipien mit richtigen Anreizen“.

Apotheker dürfen künftig zusätzliche Aufgaben in der ambulanten medizinischen Versorgung übernehmen – etwa bei der Abgabe von Rx-Medikamenten bei leichten Erkrankungen, in der Prävention und bei der therapeutischen Begleitung chronisch kranker und betagter Menschen mit mehreren Erkrankungen. Dies zeigt der Bundesrat in einem neuen Bericht auf, der sich mit der Rolle der Apotheker in der Grundversorgung befasst.

Darin kommen die Experten zum Schluss, dass „in Anbetracht der künftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen eine Neupositionierung der Apothekerinnen und Apotheker in der Grundversorgung stattfinden soll“. Sie sollen demnach stärker als Beobachtungs-, Beratungs- und Koordinationsstelle eingesetzt werden. „Apotheken kommt in der medizinischen Grundversorgung eine wichtige Rolle zu, da sie für viele Menschen einen einfachen und niederschwelligen Zugang zu medizinischer Beratung bieten“, heißt es auch seitens des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Pharmasuisse begrüßte den Bericht des Bundesrates. „Das große, bisher ungenutzte Potenzial der Apotheken als erste Anlauf- und Orientierungsstelle bei gesundheitlichen Problemen ist mit diesem Bericht anerkannt und bestätigt worden“, sagte Verbandspräsident Fabian Vaucher. Mit der Behandlung von häufigen und leichten Erkrankungen vermögen die Apotheken spitalambulante Notfalleinrichtungen und Hausärzte von Bagatellfällen zu entlasten und das Bedürfnis von Patienten nach einer raschen Lösung eines gesundheitlichen Problems abzudecken – „immer im Hinblick auf maximale Kosteneffizienz“.

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