St. Gallen: Apotheker mit Impf-Lizenz

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Berlin -

In mehreren Kantonen in der Schweiz können Apotheker impfen. Ab November gehört auch St. Gallen dazu: Kunden können sich in der Offizin vor Grippe und FSME schützen lassen. Der Service kostet etwas mehr als beim Arzt.

Im Kanton St. Gallen haben Apotheker zusammen mit den Ärzten eine gemeinsame Vereinbarung darüber getroffen, dass in den Apotheken zwei Impfungen vorgenommen werden dürfen: die Grippe-Impfung und die Impfung gegen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), die durch Zeckenbisse entstehen kann. Diese Änderung im Einvernehmen von Apotheker- und Ärzteschaft wurde dann bei der Kantonsregierung beantragt.

Apotheker dürfen nur Personen impfen, die mindestens 16 Jahre alt und gesund sind. Zugleich müssen die Kunden vor der Injektion einen Fragebogen mit persönlichen Daten ausfüllen und über Risiken informiert werden. Die Impfung muss zudem in einem vom Verkaufsraum abgetrennten Zimmer durchgeführt werden. Anschließend muss sie vom Apotheker im Impfpass vermerkt werden.

St. Gallen ist der elfte Kanton, in dem das Impfen in der Apotheke möglich ist. Impfen beim Arzt ist günstiger als in der Apotheke; es kostet zwischen 20 und 30 Franken. Die Apotheker können den Preis selbst festlegen. Sie werden laut Yvonne Geiger, Präsidentin des Apothekerverbands St. Gallen-Appenzell, vermutlich um die 40 Franken verlangen. „Die Kosten setzen sich aus zwei Tarifen zusammen: dem Vornehmen der Injektion und dem Impfstoff selbst.“

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