Drei Tote wegen gefälschter Schmerzmittel

, Uhr

Berlin - Sie sehen aus wie Schmerztabletten – und bringen den Tod. Im US-Staat Pennsylvania sind drei Menschen an gefälschten Analgetika gestorben. Die Pillen, die realen Arzneimitteln ähnlich sahen, enthielten demnach Fentanyl und Heroin.

Die Polizeibehörden jagen nun die Täter, die seit einiger Zeit gefälschte Schmerzmittel an Kunden verkaufen. Zu den Toten gehören eine 27-jährige Frau sowie zwei Männer, zu deren Identität es keine näheren Informationen gibt. Die 27-Jährige aus der Gemeinde Lower Nazareth Township hatte im August bei einem Straßenhändler vermeintliche Schmerztabletten gekauft. Sie litt an Gastroparesis, einer Erkrankung, bei der der Magen sich nicht selbst entleeren kann. Das Verdauungssystem ist gestört, eine Beschädigung des Nervus vagus verhindert, dass der Magen die Nahrung durch Bewegung weitertransportiert.

Die junge Frau nahm die Tabletten ein, weil sie Schmerzen verspürte und ging zu Bett. Als ihre Mutter einige Stunden später nach ihr schaute, fand sie sie leblos vor. Sie alarmierte die Rettung, der Arzt erklärte die Frau am 3.30 Uhr morgens für tot.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie geglaubt hatte, Percocet (Oxycodon/Paracetamol) gekauft zu haben. Was tatsächlich in den Pillen war, ist Teil der Ermittlungen. Im Zimmer der Frau, die bei ihren Eltern lebte, fand man eine blau-gesprenkelte runde Pille in einer unbeschrifteten Plastikflasche. Auf einer Seite war „30“ aufgedruckt, auf der anderen „M“. Bezirksstaatsanwalt John Morganelli sagt, dass die Pille an eine Tablette mit 30 mg Oxycodon erinnert.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Vermehrt bei Klinikpatienten
Studie: Gedächtnisprobleme nach Covid »
Warnungen vor „Flickenteppich“
Debatte über Ende der Corona-Notlage »
Mehr aus Ressort
23 Millionen Menschen betroffen
Italien: Corona-Pass wird Pflicht »
Weiteres