Trump: Rx-Schmerzmittel um ein Drittel reduzieren

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Manchester - Wer in den USA immer wieder oder in großem Stil mit Drogen dealt, soll nach dem Wunsch von Präsident Donald Trump die „ultimative Strafe“ bekommen. „Wir verschwenden unsere Zeit, wenn wir die Dealer nicht hart anfassen, und diese Härte schließt die Todesstrafe ein“, sagte der Präsident in Manchester. Dort, im Bundesstaat New Hampshire, der von dem riesigen Opioid-Problem der USA besonders betroffen ist, stellte Trump das Anti-Drogenprogramm seiner Regierung vor.

Trump ist seit Längerem angetan von Ländern wie Singapur, die eine Todesstrafe für Drogendealer vorsehen. Seit einigen Wochen macht Trump aus dieser Begeisterung keinen Hehl mehr, hätten doch diese Länder kein Drogenproblem mehr. Er fügte einschränkend hinzu: „Vielleicht ist unser Land noch nicht bereit dafür“, auch wenn er persönlich das nicht verstehen könne.

Opioide sind unter anderem verschreibungspflichtige Schmerzmittel, Heroin und synthetische Drogen wie Fentanyl, das in der Anästhesie angewendet wird. Insgesamt sind nach Statistiken der Seuchenbekämpfungsbehörde CDC im Jahr 2016 etwa 64.000 Menschen in den USA durch eine Drogenüberdosis gestorben. Opioide waren demnach bei mehr als zwei Dritteln dieser Todesfälle im Spiel.

In den USA sind viel mehr Menschen als etwa in Deutschland schmerzmittelabhängig. Die Gründe sind vielfältig. Zum Teil ist das Gesundheitssystem völlig anders, dazu kommen eine hohe Leistungsorientierung, Missbrauch, psychische Probleme oder Armut. Außerdem verschreiben Ärzte Opioide wie etwa OxyContin viel sorgloser.

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